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Zwei Jahrzehnte Kommandant in Loffenau
Willi Barbei startete seine Karriere als Feuerwehrmann im Jahr 1966 mit dem Eintritt in die Werksfeuerwehr von Schoeller & Hoesch in Gernsbach.  Foto: Gareus-Kugel
29.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Loffenau - Das Engagement für die Feuerwehr zieht sich für Willi Barbei wie ein roter Faden durch sein Erwachsenenleben. Der Loffenauer feiert heute seinen 70. Geburtstag. Am 29. Mai in Gernsbach geboren, verbrachte er seine Jugend in Hörden. Mit seinen Eltern wohnte er hinter der ehemaligen Fastnachts-Hochburg "Ochsen". Gleichwohl habe er sich nie so recht in das fastnachtliche Brauchtum des Dorfs eingefunden, bekennt der Jubilar freimütig. Dennoch lernte er seine Frau Heide, geborene Beck, bei einer Fastnachtsveranstaltung in Loffenau kennen. 1970 heiratete das Paar. Einem Sohn und einer Tochter schenkten sie das Leben. In der Zwischenzeit hat sich die Familie um vier Enkel erweitert.

Seine berufliche Laufbahn führte Willi Barbei nach dem erfolgreichen Schulabschluss zunächst in die Papierfabrik Schoeller&Hoesch (heute Glatfelter) zur Ausbildung als Betriebsschlosser. An dieser Stelle begann auch für den heutigen Leiter der Alterskameraden die Karriere als Feuerwehrmann. 1966 trat er der Werksfeuerwehr bei, um die Kameraden bis 1975 bei der betrieblichen Brandbekämpfung zu unterstützen. Zwei Jahre später erfolgte dann für den jungen Familienvater der Wechsel nach Gaggenau zu Mercedes Benz, um dort in der Fertigung als Einrichter zu arbeiten.

Mit dem Umzug der jungen Familie nach Loffenau in die Schulgasse und später in das eigene Haus im Bergweg, das man gemeinsam mit Schwiegervater Hans Beck baute, begann für Barbei sein weitreichendes Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr in Loffenau. Die Maschinisten-Ausbildung absolvierte er an der Feuerwehrschule Bruchsal, an der sich zu einem späteren Zeitpunkt noch Lehrgangsbesuche zum Gruppen- und Zugführer anschließen sollten.

1979 erfolgte die Berufung in den Feuerwehrausschuss der Gemeinde. Zum stellvertretenden Kommandanten wählten die Feuerwehrkameraden Willi Barbei 1984. Ein Jahr später folgte er Hans Beck, seinem Schwiegervater, als Feuerwehrkommandant in Loffenau nach. Zwei Jahrzehnte kümmerte sich der Jubilar mit Leidenschaft um die Belange des Feuerwehrwesens in seiner Heimatgemeinde, bis er seinerseits das Amt in jüngere Hände abgab, an seinen damaligen Stellvertreter Heinz-Günther Beierlein.

Mit dem zu Ende gehenden Jahr 1999 begann für den jetzt 70-Jährigen eine schwierige Zeit. Zunächst fegte Sturm "Lothar" über das Tal hinweg und bescherte den Feuerwehrkameraden Dauereinsätze. Drei Tage war Loffenau vom Murgtal aus nur schwer erreichbar. War es der Stress, den der Kommandant während dieses Zeitraums ausgesetzt war? Man weiß es nicht genau. Jedenfalls musste der Feuerwehrkommandant für längere Zeit mit einer Herzmuskelentzündung ins Krankenhaus.

Die Einsatzgebiete des Feuerwehrwesens in Loffenau haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert, blickt Willi Barbei zurück. In der Zwischenzeit haben die Feuerwehren ein breites Spektrum abzudecken. Dazu zählen technische und personenbezogene Hilfeleistungen, ebenso wie die Brandbekämpfung auf unterschiedlichsten Ebenen, zählt der Alterskamerad auf und fügt ergänzend hinzu: Die Dokumentationspflicht der Einsätze sorgt dafür, dass Feuerwehrkommandant heute nahezu ein Halbtags-Job ist.

In Barbeis Zeit als Kommandant fiel unter anderem die Gründung der Jugendfeuerwehr. Sie kann heuer ihren 40. Geburtstag feiern. Zudem wurde die Feuerwehrabgabe gestrichen. Das Feuerwehr-Gerätehaus wurde umgebaut und erhielt einen Anbau. Auch Fahrzeuge wurden angeschafft.

Nicht weniger begeistert zeigt sich der Jubilar vom Fußball. Mit der Mannschaft des heimischen TSV stieg er einst in die Landesliga auf. Seinen runden Geburtstag wird Willi Barbei abseits des Trubels feiern, kündigte der Jubilar im Gespräch mit dem Badischen Tagblatt an.

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