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Gewaltige Herausforderungen
Die Hindernisse mit Wasser sind nicht nur für die Sportlerin Sarah Kraft in diesem Jahr 'pure Erholung'.  Foto: Sportograf
02.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Nach einer Stunde, 38 Minuten und 13 Sekunden für knapp 20 Kilometer im vergangenen Jahr brauchte Sarah Kraft jetzt zwei Stunden, 27 Minuten und 27 Sekunden. Beide Male waren es Fisherman's Strongman-Runs. Letztes Jahr in Köln, jetzt zum zweiten Mal auf dem Nürburgring. Und der Lauf am vergangenen Wochenende war mit 24 Kilometern deutlich länger. Bei beiden großen Hindernisläufen belegte die 31-Jährige den sehr guten zweiten Platz - bei rund 2500 weiblichen Teilnehmern - und in ihrer Klasse W30 Platz eins.

Wiederum war ihr Laufpartner Marco Seehase mit von der Partie, der in seiner Klasse M40 den siebten Platz belegte und bei der Gesamtwertung der Männer (etwa 7500 Teilnehmer) Platz 68. Im Team (dazu gehört auch Petra Seehase, die in ihrer Klasse W50 siegte und in der Frauengesamtwertung auf den neunten Platz kam) schafften es die Sportler aus dem Murgtal ebenfalls auf das Treppchen und wurden Dritte.

Obwohl Sarah Kraft zwischenzeitlich aus privaten Gründen von Ottenau nach Ravensburg umgezogen ist, hält sie den Kontakt ins Murgtal aufrecht. Folglich ist sie weiter Mitglied beim Hardtberg Running-Team, einer Laufgruppe, benannt nach dem Hardtberg in Scheuern.

Die Länge der Strecke betrug etwa 12,2 Kilometer - mit 20 Hindernissen. Die Teilnehmer des "Original-Laufs" liefen diese Runde zweimal. Neben Geschicklichkeit, Klettern, Springen und unterschiedlichen Schwimmstrecken stand natürlich auch Schnelligkeit auf dem Programm. Dass es sich dabei nicht um einen einfachen Lauf handelt, wird schon durch folgenden Hinweis der Veranstalter deutlich: "Die Strecke führt teilweise durch Kiesbetten, Wald sowie unebenen Untergrund mit eventuell verborgenen Hindernissen wie Wurzeln, Draht, Moniereisen oder Steinen, die durch das Überlaufen, Aufweichen, Abtragen des Erdreiches auch an die Oberfläche treten können. Es besteht permanente Rutsch- und Ausrutschgefahr." Daneben mussten 40 aufgebaute Hindernisse bewältigt werden. Und die haben es in sich. Zwei Beispiele mit den Kurzbeschreibungen der Veranstalter:

Mondlandschaft: "Eine Wiese, Gruben, Erhöhungen. Wir machen es ganz ursprünglich und nehmen, was die Wiese hergibt. Natürlich nicht ohne uns was Spezielles auszudenken, um eure Muskeln zu fordern. 50 Meter Herausforderung für euch! Besonders tückisch sind die Gruben, in die ihr erst reinspringen und dann wieder herausklettern dürft."

Die Südschleife: "Exklusiv auf dem Nürburgring, denn dieses geliebt-verhasste Hindernis gibt es nur einmal! Woran ihr merkt, dass ihr die Südschleife erreicht habt? Ganz einfach: eure Oberschenkel brennen, was das Zeug hält. Als wäre die Südschleife nicht genug, legen wir euch noch ein paar Strohballen in den Weg. Damit keiner heult, weil es zu einfach ist, streuen wir noch ein paar Reifen."

Neben den sportlichen Strapazen kritisierten viele Teilnehmer zwei Dinge: zu wenige Trinkstationen und Schlange stehen vor den Hindernissen. "Dieses Jahr war es mit 30 Grad im Vergleich zum Vorjahr sehr heiß", betont Kraft. "Deshalb waren die Hindernisse mit Wasser pure Erholung." Bedingt durch die große Teilnehmerzahl (etwa 10000) dauerte der Start rund eine Stunde. Insbesondere die Starter des "Original-Laufs", die zwei Runden absolvieren, liefen in der zweiten Runde oft auf jene auf, die nur eine Runde absolvierten. "Ich bin da etwas egoistisch", räumt die 31-Jährige ein. "Lasst mich vor, ich bin in der zweiten Runde" - diesen Spruch rief sie mehrfach. Letztlich mit Erfolg, wie die sehr gute Platzierung beweist.

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