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Jungpriester feiern ihre Nachprimiz im Murgtal
Klaus Donner (von links) und Klaus Käfer feiern mit Pfarrer Thomas Holler ihre Nachprimiz in Forbach.  Foto:  Vogt
05.06.2018 - 00:00 Uhr
Forbach (kv) - "Für einen Einzelprimiz-Segen - so hat man früher gesagt - muss man sich ein Paar Schuhsohlen durchlaufen. So wertvoll ist der Segen eines neugeweihten Priesters." Dies erzählte eine Gottesdienstbesucherin nach dem morgendlichen Festgottesdienst für und mit den beiden Neupriestern Klaus Käfer und Julian Donner am Sonntag in der Kirche Sankt Johannes Baptista in Forbach.

Die Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach mit ihren Pfarrgemeinden gratulierte den beiden frisch geweihten Gottesmännern, die als Praktikanten in den Jahren 2012 und 2013 in Forbach tätig waren, zu ihrer Priesterweihe. Diese hatte im Mai im Münster Unserer Lieben Frau in Freiburg stattgefunden.

Heute läuft wahrscheinlich niemand mehr ein Paar Schuhsohlen durch, um im nachmittäglichen Dankgottesdienst den Einzelprimiz-Segen zu erhalten. Trotzdem war den Gottesdienstbesuchern klar: Es passiert etwas sehr Seltenes und für gläubige Katholiken auch Wunderbares: Zwei Männer gehen ganz bewusst auf den Weg mit Jesus, haben ihr Leben in den Dienst Gottes und der Kirche gestellt. Klaus Käfer (33) stammt aus Hüfingen, Klaus Donner (31) aus Lüdenscheid in Westfalen.

Beide haben in Freiburg studiert. Nach der Priesterweihe werden sie nun während des Sommers als Ferienvertretung eingesetzt, der eine in Meßkirch, der andere in Überlingen am Bodensee.

Ab September erwarten sie den Ruf, wo sie denn zukünftig als Vikare arbeiten werden. Üblicherweise werden Neupriester erst an zwei verschiedenen Stellen als Vikare eingesetzt, bevor sie dann nach fünf Jahren selbst als Pfarrer eine Gemeinde übernehmen.

Das feierliche Hochamt und den anschließenden Empfang im Josefshaus umrahmte der gemeinsame Kirchenchor der Seelsorgeeinheit. Dieser besteht aus Sängern aus Au, Bermersbach, Forbach, Gausbach, Langenbrand und Weisenbach mit ihren Chorleiterinnen Lenchen Kneisch, Ria Maisch und Claudia Mnich.

Die Festpredigt hielt Pfarrer Julian Donner zum Thema "Gott ist mit uns". Er empfahl dabei, den Glauben im Alltag offen zu leben und nicht nur an Feiertagen wie eine kostbare Vase aus dem Schrank hervorzuholen. "Bei allen Ängsten und Diskussionen im Alltag gilt: Wer in der Liebe lebt, dem kann das Herz nicht eng werden."

Während des Gottesdienstes wünschte Pfarrer Thomas Holler seinen beiden neuen Kollegen vor allem Gottes Segen. Diesem schloss sich der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Klaus Mungenast beim Empfang im Josefshaus mit launigen Worten an. Er konnte sich im Übrigen nicht entscheiden, ob er sie mit "verehrte Neupriester" oder gar mit "Hochwürden" anreden sollte und blieb so lieber beim vertrauten "Du". Schließlich seien beide immer noch "zu unserem Glück" gut vernetzt mit der Seelsorgeeinheit, Pfarrer Klaus vor allem mit der Kolpingfamilie in Weisenbach und Pfarrer Julian "geistere" immer noch regelmäßig mit Pfadfindern durch den Heiligenwald in Forbach. Sein Rat: "Nehmt euch Zeit für euch selbst und das Gebet und sucht einen Ruhepol und Rückhalt bei Freunden und Familie. In eurem beruflichen Alltag werden viele Menschen mit Forderungen und Ansprüchen an euch herantreten, so dass ihr frühzeitig auch lernen müsst, Nein zu sagen."

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