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Stadt bei Personalsuche zuversichtlich
Stadt bei Personalsuche zuversichtlich
09.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach - Seit die Stadtverwaltung aufgrund von Personalmangel entschieden hat, alle vier Freibäder vorübergehend montags nicht zu öffnen, wird unter den Schwimmbadfreunden eifrig darüber diskutiert. Viele können diese Vorgehensweise nicht nachvollziehen und machen ihrem Ärger Luft. Anlass für das BT, noch mal bei der Stadtverwaltung nachzuhaken.


BT: Ist es richtig, dass sich bereits einige Stammgäste bei der Stadtverwaltung wegen der generellen Schließung am Montag beschwert haben?

Stadt: Das ist richtig, auch bei Bürgermeister Christ unmittelbar.

BT: Bäderpersonal und Kioskbetreiber (die von den Gästen ausdrücklich gelobt werden) sollen im Vorfeld der Entscheidung nicht mit einbezogen worden sein. Stimmt das?

Stadt: Die Entscheidung musste sehr kurzfristig getroffen werden, nachdem wir von der Stadt Gaggenau in Kenntnis gesetzt wurden, dass sie uns wegen akuten eigenen Personalmangels nicht würde unterstützen können. Hier hatte es im Vorfeld andere Signale gegeben. Die Arbeitsebene im Rathaus war in die Entscheidung einbezogen, bei Bäderpersonal und Kioskbetreibern war dies in der Kürze der Zeit nicht möglich. Sie wurden unmittelbar danach informiert.

BT: Wurden im Vorfeld der Entscheidung Alternativen geprüft (ehemalige Aushilfen, die Dienstleistungsfirma, die vergangenes Jahr im Einsatz war). Ein ehemaliger Aushilfsbademeister soll gerne bereit gewesen sein, einzuspringen.

Stadt: Die Stadt hat im Vorfeld intensiv verschiedene Lösungsmöglichkeiten zur Überwindung des Personalengpasses geprüft und diverse Modelle durchgespielt, nachdem sich bei der monatelangen Personalsuche keine Lösung abzeichnete, um alle Bäder ohne Schließtage zu betreiben.

BT: Ist es aus arbeitsrechtlicher Sicht nicht möglich, die Ruhetage des Bäderpersonals an Schlechtwettertagen einzulegen (anstatt grundsätzlich einen Tag dicht zu machen - was ist zum Beispiel, wenn ausgerechnet ein Montag der wettermäßig beste Tag in der Woche ist)?

Stadt: Das ist arbeitsrechtlich praktisch kaum möglich. Es wäre insbesondere auch extrem arbeitnehmerfeindlich und kein verantwortlicher Personaleinsatz. Die Entscheidung über Schlechtwettertage fällt bekanntlich am Tag selbst.

BT: Auch die Schwimmbadinitiativen in den Ortsteilen sind nicht gerade begeistert von der Entscheidung der Stadt. Hat man mit ihnen im Vorfeld darüber gesprochen?

Stadt: Wir verweisen auf die Antwort zur Einbeziehung von Bäderpersonal und Kioskbetreibern. Wir wurden von der Entscheidung der Stadt Gaggenau, die wir natürlich verstehen und vollkommen nachvollziehen können, überrascht. Sowohl die Schwimmbadinitiativen als auch die Ortsvorsteher von Obertsrot und Reichental wurden umgehend informiert.

BT: War der Gemeinderat involviert?

Stadt: Es handelt sich um operatives Verwaltungshandeln, das nicht in die Zuständigkeit des Gemeinderats fällt.

BT: Wer hat letztlich die Entscheidung gefällt?

Stadt: Die Entscheidung trafen Bürgermeister Julian Christ und der Amtsleiter Jürgen Zimmerlin in Absprache mit den zuständigen Mitarbeitern in Bauamt und Kämmerei.

BT: Was machen die Bemühungen um neues Personal für das Bäderwesen?

Stadt: Es liegen inzwischen qualifizierte Bewerbungen für die ausgeschriebene Schwimmbad-Stelle vor. Bereits für kommende Woche sind Vorstellungsgespräche geplant. Wir sind deshalb sehr zuversichtlich, in Kürze bei den Schwimmbädern zu den regulären Öffnungszeiten zurückkehren zu können.

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