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Aus der Rollstuhl-Perspektive
09.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - "Rollstuhlrugby heißt Vollkontakt!", schallt es aus dem Lautsprecher. Und nach einigen wenigen Spielminuten weiß man: Das wäre kein Sport für Weicheier. Dabei ist es eine sehr, sehr zahme Art des Ballsports, den die "Profis" des Vereins "Heidelberg Lions" mit den Jungen und Mädchen der Hans-Thoma-Schule praktizieren. Schließlich geht es an diesem Freitag bei "Sport ohne Grenzen" vor allem um das: eine andere Wahrnehmung.


Und so wie am Vormittag die Schüler mehrerer Gaggenauer Schüler, so tummelten sich ab dem späten Nachmittag, nach der größten Mittagshitze, auch viele nicht mehr ganz so junge Innenstadtbesucher in der Fußgängerzone und der autofreien nördlichen Hauptstraße. Ganz im Sinne von Initiator Dr. Christoph Scheffel: "Menschen aller Generationen zusammenbringen und den sogenannten ,Fußgängern' zumindest kurzfristig" die Lebenssituation des "vermeintlich behinderten Personenkreises" nahezubringen.

Ob das nun die Rollstuhl-Basketballer der Heidelberger "Rolling Chocolate" waren oder die nicht behinderten Teilnehmer selbst: Sport in vielen Facetten war einen Tag lang in der Innenstadt zu erleben. Eine ganze Reihe von Infoständen rundeten das sportliche Angebot ab.

Für die Handballer der Panthers Gaggenau und den Verein TB Bad Rotenfels war Marion Weis in der Fußgängerzone präsent. Sie zeigte die Bandbreite an sportlichen Angeboten und Kooperationen mit Schulen und Lebenshilfe. Sie freute sich über eine gute Resonanz und wunderte sich, dass andere Vereine die Chance nicht nutzten, sich zu präsentieren. Eine feste Bank bei Innenstadtveranstaltungen ist zwischenzeitlich der VFB Gaggenau, der erneut vor dem Sanitätshaus Elter mit einem Bewirtungsstand Präsenz zeigte. Die SV Ottenau lud wenige Meter weiter zum "Menschen-kicker"-Spiel ein. Bis in den Nachmittag hielt sich der Zuschauerandrang in Grenzen; die Schattenplätze in der Hauptstraße waren rar und begehrt. Mit sinkendem Sonnenstand und Zunahme der Bewölkung hingegen erhöhte sich das Publikumsaufkommen. Nicht nur räumlich im Mittelpunkt war der Platz vor St. Josef, wo Evelin König Sportler interviewte. Der "Charme-Offensive" von Scheffel habe sie nicht lange standhalten können, erzählte sie schmunzelnd, wie es zu ihrem gestrigen Gastspiel in der Fußgängerzone gekommen ist.

Im Gespräch gewährten die Sportler Anna-Lena Forster, Britt Weingand, Norbert Koch, Vivian Hösch und Michael Huhn Einblicke in ihren nicht nur sportlichen Alltag - ganz im Sinne von Christoph Scheffel, der das Miteinander von Menschen mit und ohne körperlichen Defiziten normalisieren möchte. Die Interviews erwiesen sich durchaus als Publikumsmagnet - City-Manager Philipp Springer musste kurzerhand weitere Stühle herbeischaffen.

Die Geschäfte der Innenstadt hatten zum abendlichen Einkaufsbummel geladen und bis 22 Uhr geöffnet. Somit war auch nach Ende der Vorführungen ab 20 Uhr noch Leben in der City.

Als zusätzlicher Magnet erwies sich erneut die Bühne vor der Stadtkirche, wo die Musikschmiede Gaggenau von Argentina und Martin Schumacher eine ganze Reihe ihrer musikalischen Akteure versammelte und ein breites musikalisches Programm zu erleben war.

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