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Erst die Schur, dann die Kür
Mit Feuereifer sind die Erstklässler der Naturparkschule Hilpertsau dabei, Wollbälle zu filzen. Foto: Gareus-Kugel
16.06.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (vgk) - Schafe müssen mindestens einmal oder besser noch zweimal im Jahr geschoren werden. Über dieses Prozedere wissen die 23 Kinder der ersten Klasse der Naturparkschule Hilpertsau seit geraumer Zeit bestens Bescheid. Auch darüber, dass Wolle nicht sofort verarbeitet werden kann, weil das Naturprodukt nach der Schur noch viel Fett (Lanolin) enthält, das die Tiere vor Kälte und Regen schützt und vor dem Gebrauch zumindest gewaschen sowie gekämmt werden muss.

Am Anfang des Projekts stand die Schur der acht Schafe der Familie Bauer (wir berichteten). Am vergangenen Donnerstagmorgen fand es mit dem Filzen von kleinen Filzbällen für die Erstklässler seine Fortsetzung. Bunte Wolle, Wasser und Seife genügten dafür. Mit Feuereifer waren die Erstklässler an diesem Morgen dabei, Wollbälle zu filzen. Angeleitet wurden sie von Ute Walz. Sie hat die Filzfigur "Muh, die Kuh", das Maskottchen der Projekte des Naturparks Schwarzwald Mitte-Nord, entworfen. Sie wurde unterstützt von Klassenlehrerin Friederike Glandien Wuchner, Heidi Klein, Renate Schaeff und Praktikantin Hanna Weis.

Filzbälle dienen vielen Schülern als Geschenk

Als Einstieg diente den Kindern ein Teil der Rohwolle der zuvor geschorenen Schafe, die zu kleinen Wollknäueln verarbeitet werden mussten. Mit viel Fingerspitzengefühl legten die jungen Schülerinnen und Schüler Schicht für Schicht kleine Fetzen der auf einer Bank im Klassenraum in vielen Farben bereitliegenden Wolle. Die zuvor von den Grundschülern hergestellten kleinen roten Filzmohnblumen lagen bereits zum Trockenen aufgereiht in den Regalen.

Das Filzen ist Teil des Gesamtprojekts Schafscheren in der Naturparkschule, das heuer zum dritten Mal eine erste Klasse beschäftigte. In diesem Rahmen lernen die Kinder auf spielerische Weise viel über das Leben von Schafen, deren Haltung und Produkte kennen. Immer wieder gingen die vom Wasser feuchten Hände der Kinder an diesem Morgen zu der in großen Blöcken auf den Tischen liegenden Olivenseife, um die bunte, nicht versponnene Wolle in den kleinen Ball einzuarbeiten. Nach jedem Schritt mussten das Wasser und die eingeschlossene Luft aus dem Gebilde herausgepresst werden. Denn einige der Filzbälle sollen hernach als Geschenk dienen.

Louis wollte beispielsweise den Ball seiner Schwester Sofia schenken. "Sie spielt so gerne mit Bällen", meinte der Erstklässler. Leon machte seinen Ball für die Katze. Einige der bunten Filzbälle hatten nach einer Schulstunde deshalb schon eine beachtliche Größe erreicht.

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