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Lückenschluss frühestens 2023
In Weisenbach führt die 'Tour de Murg' teilweise über die viel befahrene B 462.  Foto: Hegmann
21.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Murgtal - Auf zwei Rädern durch den Schwarzwald zu radeln ist nicht nur für trainierte Rennradfahrer oder Mountainbiker ein Genuss, sondern auch für Familien und Kreisräte. Diese Erfahrung machten am Dienstag die 37 Teilnehmer der Fahrt auf der "Tour de Murg" von Raumünzach bis Gaggenau. Unter den Kreisräten befanden sich auch mehrere Bürgermeister. Als geniale Idee und Premiere bezeichnete Landrat Jürgen Bäuerle den Vorschlag von Dezernent Claus Haberecht, die jährliche Exkursion in den Landkreis statt mit dem Bus dieses Mal auf zwei Rädern zu absolvieren.

Im Mittelpunkt der vom Tourismus- und Radverkehrsbeauftragten des Landkreises Rastatt, Philipp Ilzhöfer, vorbereiteten Exkursion stand der Tagestourismus im Murgtal. Zu dessen bisherigem Erfolg tragen neben dem Radweg "Tour de Murg" und dem Etappenwanderweg Murgleiter laut Dezernent Claus Haberecht viele weitere Aktivitäten von Gemeinden entlang des Flusses bei. Bereits am Startpunkt auf Höhe des Steinbruchs erwähnte die Forbacher Bürgermeisterin, Katrin Buhrke, dass die Tour de Murg auch für ihre Gemeinde große Bedeutung habe. Sie wünsche sich, dass die noch bestehenden Lücken bald verkehrssicher umgebaut werden, damit sich auch Familien mit Kindern unbedenklich auf den Weg machen können.

Die Ausbaulücke bei Weisenbach und "deren unendliche Geschichte" war auch das Thema des mitradelnden Bürgermeisters Toni Huber bei seinem Empfang in der Heimatstube in der ehemaligen Kelter. Er erläuterte anhand der Pläne zum Bau eines neuen Teilstücks mit Geh- und Radwegbrücke in der Ausführung einer geschwungenen Schrägseilbrücke über die Murg den aktuellen Stand. Der Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung liegt inzwischen dem Landratsamt vor. Nach deren Erteilung folgt die planungsrechtliche Abwicklung.

Der Baubeginn könnte dann voraussichtlich im April 2020 in die erste Phase für den Radweg gehen. Mit der Einweihung der gesamten neuen Strecke kann laut Huber frühestens 2023 gerechnet werden. Damit werde der bei Familien beliebte Radweg abseits der B462 noch sicherer. Bisher hat die Gemeinde einige Steilstellen mit neuen Geländern abgesichert und Vorkehrungen gegen Felsstürze auf den Radweg getroffen.

67 Kilometer langer Radweg

Bei der nächsten Etappe in Gernsbach erläuterte Claus Haberecht die Entwicklung des Gemeinschaftsprojekts der beiden Landkreise Rastatt und Freudenstadt seit den 1990er Jahren bis heute. Der 67 Kilometer lange Radweg ist inzwischen im Schwarzwald ein besonderes Highlight. Er erfüllt alle wichtigen Voraussetzungen, die zu einer entspannten Radreise für Eltern und einem erlebnisreichen Urlaub für Kinder dazugehören: geringe Steigungen, gute ÖPNV-Anbindung, sehr gute Beschilderung des Radwegs, zahlreiche Erlebnis- und Spielgelegenheiten sowie Bademöglichkeiten entlang der Strecke.

Von Anfang Mai bis Mitte Oktober dient der Radexpress "Murgtäler", der von Ludwigshafen direkt bis nach Freudenstadt fährt, als optimaler Zubringer. Insbesondere Gernsbach sei auch ein wichtiger Schnittpunkt von vielen Wanderwegen mit Anschluss an überregionale Fernwanderwege. Hier erwähnte Haberecht besonders die vom Landratsamt 2008 initiierte "Murgleiter", ein zertifizierter Wanderweg in der höchsten Kategorie. Er führt in fünf Etappen vom Unimog-Museum in Gaggenau bis zum Schliffkopf.

Im Kurpark Bad Rotenfels begrüßte Bürgermeister Michael Pfeiffer die Gruppe und erklärte die vielen Möglichkeiten der Anlage. Mit Park, Spielplatz, Thermalbad und in zwei Jahren auch wieder mit dem Waldseebad um die Ecke sowie dem Unimog-Museum biete er sich für einen Stopp geradezu an.

Seinen Dank an Verantwortliche, hier besonders Claus Haberecht für seinen von viel Leidenschaft geprägten Einsatz für die "Tour de Murg", Organisatoren und Teilnehmer verband Landrat Jürgen Bäuerle mit einem Wunsch: Die Zusammenarbeit im Bereich Tagestourismus mit Baiersbronn und dem Landkreis Freudenstadt solle in der Zukunft noch mehr verstärkt werden.

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