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Konzept wird noch erarbeitet
Alternative zur Pflegeeinrichtung: Leben in einer Wohngemeinschaft. Der Gaggenauer Verein will dies ermöglichen.  Foto: av/dpa
23.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Die mögliche Auflösung ist vom Tisch. Mit einem neuen Vorstandsteam geht es im Verein Gaggenauer Wohngemeinschaften weiter. Zur neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder Rosalinde Balzer.

Die Oberweierer Ortsvorsteherin war es auch, die die Auflösung abwenden wollte und dieses Ziel erreichte. Sie ist das einzige verbliebene Mitglied aus dem bisherigen Vorstand und war zweite stellvertretende Vorsitzende. "Nach wie vor bin ich der festen Überzeugung, dass die Ziele der Gaggenauer Wohngemeinschaften erreicht werden können und der Verein seine Daseinsberechtigung hat", sagte Balzer in der Mitgliederversammlung am Donnerstag. Zu den Zielen heißt es in der Satzung unter anderem: "Zweck des Vereins ist die Schaffung von alternativen, selbst organisierten Wohnformen für Senioren mit Unterstützungsbedarf. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Initiierung, Förderung und Unterstützung von wohnortnahen Wohngemeinschaften für Senioren mit Unterstützungsbedarf." In dem Projekt "Ein gutes Jahr mehr" liege der Schlüssel für den Verein, so die Vorsitzende. Ein gutes Jahr bedeute nicht, ein, zwei oder fünf Jahre länger zu leben, sondern "ganz einfach im Leben mehr an Lebensqualität zu erleben".

Es gebe immer mehr ältere Singles. Sie lebten oftmals alleine in einem Haus mit Garten, die Arbeit damit werde ihnen zu viel, wachse ihnen über den Kopf. "Oftmals ist das der Einstieg in Krankheit und Depressionen", unterstrich Balzer. Die Menschen zögen sich zurück, vereinsamten und verlören dadurch ihre eigene Lebensqualität. Genau für diese Menschen sollten Wohngemeinschaften geschaffen werden. In welcher Form und wie das Konzept letztlich aussehen wird, "wird uns die Zukunft zeigen". Heute könne sie noch nicht sagen, wie die weitere Strategie aussieht. Die neuen Vorstandsmitglieder würden ihre eigenen Ideen mit einbringen.

Als Wahlleiter fungierte Oberbürgermeister Christof Florus, der Rosalinde Balzer seinen Dank aussprach für deren Einsatz. Wichtig sei, dass sich der Verein stabilisiere. "Ich unterstütze den Verein als Oberbürgermeister und als Vorsitzender des Vereins Gaggenauer Altenhilfe", so Florus.

Bevor es zu den Wahlen ging, mussten einige Formalien erledigt werden. So lagen das Protokoll des Schriftführers Jan Ohlerich und der Bericht vom ersten stellvertretenden Vorsitzenden Ronny Wiss-Rauchfuß vor. Die Kasse ist, wie die Prüfer bescheinigten, in einem ordnungsgemäßen Zustand.

Sowohl die Gaggenauer Altenhilfe als auch die Lebenshilfe Rastatt/Murgtal bringen ihr Wissen und ihre Erfahrung in den Verein ein. Neben Rosalinde Balzer als Vorsitzende wählten die Mitglieder Martin Bleier (Geschäftsführer der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal) zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden. Peter Koch (Gesamtheimleiter der Gaggenauer Altenhilfe) ist zweiter stellvertretender Vorsitzender. Günter Hurrle ist Kassierer, Alfred Müller Schriftführer. Als Beisitzer gehören dem Vorstand an: Klaus Doll, Carmen Merkel, Kerstin Heiß und Eric Peplau. Zum sachkundigen Bürger wurde Klaus Adam ernannt. Kassenprüfer sind Hermann Fleischmann und Jens Unser.

Warum engagiert sich die Lebenshilfe in den Verein? Diese Frage stellte Martin Bleier und gab gleich die Antwort darauf. Der Bedarf von Menschen mit Handicap ändere sich. Wohngemeinschaften seien eine Alternative zur stationären Wohnform. "Wir kennen die Besonderheiten unserer Menschen", sagte Bleier und sprach die Hoffnung aus, dass sich Wohngemeinschaften finden werden. Auch im Bereich Altenhilfe tue sich sehr viel, unterstrich Peter Koch. Im Murgtal sei man mit dem Verein Wohngemeinschaften seiner Zeit voraus.

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