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"Erste kleine Nägelchen"
25.06.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (vgk) - "Wir wollen keinen Präzedenzfall schaffen", antwortete das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) Christian Herbon, dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Gaggenau. Damit war die für Samstag geplante Beachparty auf dem Murgvorland unterhalb des Jugend- und Familienzentrums (Jufaz) gestorben.

Also wählten die Genossen den Murgpark für ihre Party mit anschließendem Public Viewing anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft aus. Ein von der Bevölkerung in starkem Maße genutzter, guter Anfang für die Stärkung der stadtnahen Erholung. Der Murggarten ist mit die wichtigste und bekannteste Grünfläche der Großen Kreisstadt. Diese mit mehr Leben zu füllen und wieder verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, das soll ebenso Teil eines zukünftigen Naherholungskonzepts sein wie der Ausbau der Achse Waldseebad, Kurpark, Unimog-Museum.

Einen ganzen Tag lang hatten die Besucher am Samstag während der Beachparty Zeit, sich mit der Thematik zu beschäftigen und eigene Ideen an der aufgestellten Pinnwand anzubringen. Die Vorschläge reichen vom Spielplatzausbau und verbesserter Infrastruktur über den Einsatz eines Partyboots, Wasserspielplatz bis hin zu Sitzplatzstufen runter zur Murg sowie gastronomische Angebote in diesem Bereich. Damit liegen die Gaggenauer nicht sehr weit von den Vorstellungen der SPD, des Gemeinderats und der Stadtverwaltung entfernt.

In der Zwischenzeit sind zwei Projekte bereits in der Umsetzungsphase, erläuterte Bürgermeister Michael Pfeiffer im Gespräch mit Herbon und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Gerd Pfrommer. Sie erörterten unter anderem folgende Fragen: "Wie sieht ihr Gaggenau der Zukunft aus? Gibt es Visionen oder bereits Umsetzungspläne?" Pfeiffer erläuterte: "Das Regierungspräsidium hat seine Bereitschaft erklärt, runter zum Fluss Sitzstufen zu genehmigen. Ebenso wie die Anlage eines Beachplatzes unterhalb des Jufaz sowie Einzelveranstaltungen in diesem Bereich zuzulassen. Für mehr Biodiversität soll auf einer Wiesenfläche, vom Rotherma aus gesehen rechts, gesorgt werden. Auch eine Umgestaltung des Kurparks wird ins Auge gefasst. An anderer Stelle führte Pfeiffer aus, dass Lösungen entwickelt werden müssen, wie die Achse Waldseebad, Kurpark, Unimog Museum und Schloss Bad Rotenfels in Zukunft bespielt werden können.

Eine generelle Absage erteilte das Regierungspräsidium einem gastronomischen Betrieb in Ufernähe. Ein Rückschlag könnte zudem die erneute Einbindung des Murggebiets in den FFH-Raum (Flora, Fauna, Habitat) bedeuten.

Bezüglich der Mitwirkungsbereitschaft des Regierungspräsidiums meinte der Bürgermeister: Das seien "erste kleine Nägelchen, die sich in dicke Bretter" einschlagen ließen. Auch betonte dieser: "Das Hotel muss weg, was Neues muss her."

Insgesamt sechs Fragen stellte Christian Herbon seinen Gesprächspartnern. Pfrommer begrüßte die Pläne der Stadt, die stadtnahen Erholungsgebiete auszubauen. Mit der Sanierung des Waldseebads werde ein Magnet geschaffen, meinte Pfrommer. Bezüglich der Nutzung des Murgvorlands nannte der SPD-Fraktionsvorsitzende die Stadt Nagold als gutes Beispiel, wie eine ufernahe Gestaltung aussehen und wie ein Fluss in das Stadtbild eingebunden werden kann. Als weitere Verschönerungsprojekte nannte der Fraktionsvorsitzende die Hervorhebung der interessanten Industriegeschichte Gaggenaus sowie eine bessere Positionierung der Landschaft und des Waldes im Stadtbild.

Ein erster Höhepunkt des Familiennachmittags im Rahmen der Beachparty war die Zaubershow mit Björn Stolle. Ein Fußballfeld sorgte zudem dafür, dass Jung und Alt im Zeichen der WM nicht nur Fußball schauten, sondern selbst gegen das runde Leder traten.

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