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1949, viel Liebe und eine Trilogie im Gaumen
Jury und Preisträger freuen sich über die gelungene siebte Auflage des Schlecksel-Wettbewerbs. Foto: Gareus-Kugel
29.06.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (vgk) - Die Jury hat am Mittwoch entschieden. Gernsbachs bestes Rhabarber-Marmeladenrezept kreierte das Team Manuela Warth und Elke Matz. Die Köchinnen konnten gleich in mehrfacher Hinsicht punkten: beim Geschmack, bei der Präsentation und mit der Geschichte, erklärte die Initiatorin des Wettbewerbs, Sabine Katz, am Mittwochabend bei der Schlecksel-Kür auf Schloss Eberstein.

Als Grundlage für ihre schmackhafte Kreation zogen die Schwestern das große Badische Haushaltungs-Kochbuch von 1949 zurate. An sich nichts Besonderes, wenn darin nicht die Widmung von ihrem Vater für die Mutter wäre. Er warb einst mit diesem Kochbuch um seine große Liebe Erika. Folgerichtig tauften Manuela Warth und Elke Matz ihre Marmelade 1949. Sie gewannen einen Kochkurs bei Sternkoch Bernd Werner sowie ein Fünf-Gänge-Menü im Sternerestaurant von Schloss Eberstein und das Buch "Meine Schlossküche".

Die Jury (Bernd Werner, Schloss Eberstein, Christina Strohm, Marketingfachfrau, Sabine Katz, Initiatorin und Inhaberin der "Bücherstube" sowie der "Schatzinsel", Christa Engel, die Gewinnerin vom Vorjahr, Jasmin Christ und Timo Brueggemann, Geschäftsführer der Marmeladen-Manufaktur "Marmelicious" in Berlin) hatte es auch bei dieser siebten Auflage des Schlecksel-Wettbewerbs nicht leicht.

27 sehr gute Marmeladen, Chutneys und Gelees wurden dafür eingereicht, teilte Werner mit. Es waren sehr kreative Einfälle darunter. Die Texturen waren sehr unterschiedlich, zudem sei zu beobachte, dass die Marmeladen sich seit sieben Jahren kontinuierlich weiter entwickelten. Die Sieger eins, zwei und drei überzeugten jedoch ausschließlich mit Rhabarber im Gaumen, erklärte der Sternekoch. Einfluss auf die Bewertung haben Geschmack, Optik und Dekoration. Außerdem spielen dazu passende Geschichten oder Gedichte eine Rolle.

Monika Binder durfte sich über den zweiten Preis, einen Geschenkkorb der Marmeladen-Manufaktur, für ihre Kreation "Alte Liebe" freuen. Die dritte Preisträgerin heißt Margarete Langenbach. Sie taufte ihre Marmelade "Trilogie" und erhielt dafür den Geschenkkorb der Stadt Gernsbach.

Den Nachwuchs- und den Publikumspreis konnte die Jury an Simeon Merkel, Robin Hansen, Luisa Sieb und Denise Lehmann aus der achten Klasse an der Von-Drais-Schule übergeben. Das Quartett gewann unter anderem einen Abend zum Stöbern in der Bücherstube. Jurymitglied Strohm erinnerte die Teilnehmer daran, dass ein Produkt vom Namen lebt. Das Kleeblatt der Von-Drais-Schule vergaß nämlich, der eingereichten Marmelade einen Namen zu geben, weshalb die Jury das Produkt kurzerhand Froschkönig taufte - anlehnend an den dekorativen Frosch, mit dem die Leckerei geziert war.

Den Team-Sonderpreis bekamen Sonja Reis und Petra Rheinschmidt-Bender. Unter anderem schmückte ein Teich mit Seerosen, Spaten und Rhabarber-Blättern ihre Marmeladenkreation.

Einen weiteren Sonderpreis heimste Fide Reiter für "Omas Geheimnis" ein. Als Enkelin überzeugte sie die Jury vor allem mit der zur Marmelade passenden Geschichte über die Großmutter.

"Ich empfand es als eine große Ehre, eingeladen zu werden, zudem spannend", sagte Timo Brueggemann, der extra für die Prämierung des besten Rhabarber-Rezepts aus Berlin nach Gernsbach angereist war. "Marmelicious" produziert seit vergangenem Jahr die Gewinner-Marmeladen des Schlecksel-Wettbewerbs (wir berichteten).

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