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Mit Ehrenamt Integration fördern
29.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg unterstützt die Integrationsarbeit des Vereins Kindgenau mit Migrantinnen mit knapp 15000 Euro. Der Förderbescheid ist diese Woche eingegangen.

"Sadiqa" bedeutet Freundin auf arabisch, und damit ist das Vorhaben auch umrissen. Hervorgegangen ist es aus dem Projekt "Kochen über den Tellerrand", das 2016 von Kindgenau im Jugend- und Familienzentrum (Jufaz) begonnen worden war. Zusammen mit der Stadt Gaggenau wird nun der Horizont erweitert, wie Eva Rigsinger von Kindgenau erläutert.

Kochen gehöre nach wie vor einmal im Monat zu den Treffen dazu. Darüber hinaus gehe es aber darum, für Migrantinnen ein Netzwerk mit anderen Frauen zu schaffen - und dass sie ihre neue Heimatstadt und deren Umgebung kennenlernen.

"Ein Jahr miteinander unterwegs" heißt das Motto: Gemeinsame Ausflüge oder Informationsabende bilden wichtige Bestandteile des Konzepts. Dank der Landesförderung könne man nun ein Jahr lang kostenfrei diese Angebote unterbreiten.

Für Rigsinger und ihre Mitstreiterin bei der Stadtverwaltung, Annika Weber, ist ein weiterer Aspekt wichtig, ganz im Sinne der Förderrichtlinien: Das Ehrenamt im Bereich der integrativen Arbeit stärken und ausweiten. Rund 15 Gaggenauer Frauen habe man bereits gewinnen können. Weitere Frauen, die sich bei dem Projekt engagieren wollen, "sind herzlich willkommen", betont Annika Weber. Raum für ehrenamtliche Betätigung gebe es genug: Zum Beispiel Hausaufgabenhilfe, Begleitung bei Arztbesuchen oder auch abends mal Kinder betreuen. Letztlich Unterstützung "bei all den großen und kleinen Problemen, die der Alltag so bereithält." Widerstände habe es anfangs gegeben seitens der Ehemänner. Das Misstrauen sei sehr groß, wenn deren Frauen ohne ihren Gatten etwas unternehmen. Doch zwischenzeitlich habe man erfolgreich versucht, Hemmschwellen abzubauen.

Bis auf weiteres können die gemeinsamen Kochabende in der Eichelbergschule stattfinden. 40 Frauen seien es beim jüngsten Treffen gewesen, freut sich Eva Rigsinger. Auf Dauer soll die Schule in Bad Rotenfels aber kein Domizil für das Projekt sein: "Wenn die Küche im Jufaz ertüchtigt sein wird, werden wir selbstverständlich wieder dorthin zurückkehren."

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