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Keine klaren Abgrenzungen
Im Bereich Füllenfelsen der 'Tour de Murg' soll am Tunnelportal kein Schutzbereich ausgewiesen werden.  Foto: Götz
30.06.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Mit dem Thema FFH (Flora-Fauna-Habitat)-Schutzgebiet auf Gemarkung Weisenbach befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Weite Bereiche der Landesfläche in Baden-Württemberg unterliegen einer durch die EU-Kommission festgelegten FFH-Gebietskulisse. Flächen dieser Kulisse erstrecken sich auch auf das Gebiet der Gemeinde Weisenbach. Schwierig sei die Abgrenzung der kartographisch dargestellten Bereiche, erläutere Bürgermeister Toni Huber.

Die Festlegung der FFH-Gebietskulisse erfolgte durch die EU-Kommission bereits 2007. Nach Einschätzung der Gemeinde sind keine naturschutzfachlichen Gründe gegeben, um die als Schutzbereich vorgesehenen Randflächen der Murg entlang der Betonufermauer von der Murgbrücke in Fließrichtung bis in den Bereichen "In den Höfen" mit einzubeziehen.

Diese Fläche soll daher unberücksichtigt bleiben. Im Zuge des vorgesehenen Radweg-Lückenschlusses der "Tour de Murg" mit dem Bau einer Radlerbrücke soll dort durch die Ausgrabung von 40 Kubikmetern Material ein Retentionsraum für eventuelles Hochwasser geschaffen werden. In dem Bereich sei es besonders schwierig gewesen, überhaupt eine solche erforderliche Fläche auszuweisen, erläuterte Hauptamtsleiter Walter Wörner.

Auf die Frage von Steffen Miles (CDU) nach weiteren Verzögerungen des Radbrückenbaus antwortete Bürgmeister Toni Huber, man sei mitten im wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren. Inwieweit FFH-Gebiete Einschränkungen bringen könnten, sie offen. Im günstigsten Fall könnte 2020 mit dem Brückenbau begonnen werden, zwei Jahre Bauzeit seien veranschlagt.

Im Entwurf ist die Ausweisung einer weiteren Fläche rund um die katholische Kirche in Weisenbach vorgesehen. Auch dort ergibt sich aus dem Verordnungsentwurf keine parzellenscharfe Abgrenzung, so dass nicht von nachvollziehbaren und rechtssicheren Grenzen gesprochen werden kann. Die Gemeinde beantragt daher, die Abgrenzung entweder rein auf das Kirchengebäude zu beschränken oder wegen notwendiger Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten am Kirchengebäude auf die Ausweisung der Flächen gänzlich zu verzichten. Die Fledermauskolonien seien bereits artenschutzrechtlich umfassend geschützt.

Auch entlang der "Tour de Murg" fehle die gewünschte genaue Abgrenzung. Es seien daher rechtssichere Grenzen nicht ersichtlich. Aus Gründen der Verkehrssicherheit sind in dem Bereich möglicherweise Unterhaltungsarbeiten nötig - insbesondere an der Bahnlinie. Die Gemeinde fordert daher die Rücknahme der Abgrenzung auf die bisherige Grenze. Am asphaltierten Radweg und an den Sicherungseinrichtungen des Eisenbahntunnels seien keine naturschutzfachlichen Erhaltungsziele ersichtlich.

Der Weisenbacher Gemeinderat befürwortete die vorgebrachten Einwendungen zu den vorgesehenen Schutzbereichen einstimmig.

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