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"Es ist wirklich toll geworden"
Saniertes Bad in traumhafter Landschaft: Das Schwimmbad in Obertsrot. Foto: Götz
02.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Raimund Götz

Gernsbach - Für Freibadfreunde im Murgtal steht ein weiteres Bad wieder zur Verfügung. Das Schwimmbad in Obertsrot ist am Samstag nach erfolgter Sanierung eröffnet worden. Bis die Bäderlandschaft von Gaggenau bis Forbach wieder komplett ist, wird es allerdings dauern: Frühestens im Sommer 2020 wird das Waldseebad in Gaggenau fertig sein. Das einstige Naturbad ist seit der Überflutung 2016 geschlossen.

"Jetzt sind wir so weit", meinte Bürgermeister Julian Christ bei seiner Ansprache am Samstag. Das Bad hatte wegen Badewetters schon vor einigen Tagen den Betrieb aufgenommen, nun wurde die Fertigstellung nach der Sanierung gefeiert.

Schon 2014 hatte der Schwimmbadverein seinen Wunsch geäußert, das Bad für die nächsten 20 Jahre fit zu machen. Neu ist das Filtergebäude mit entsprechender Badewassertechnik, erneuert wurde auch die Beckenhydraulik, das Kinderbecken wurde modernisiert und der Eingang neu gestaltet. Bis es soweit war, bis zur Auftragserteilung, gab es emotionale Debatten (wir berichteten).

Der Rathauschef dankte dem Förderverein des Schwimmbads und dem Ortschaftsrat, die sich für die Sanierung stark gemacht hatten: "Ohne die Fördervereine wären die vier Schwimmbäder für uns als Stadt nicht zu stemmen." Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den Fördervereinen der städtischen Freibäder.

Das Projekt hing am seidenen Faden

Die Wertschätzung für das Obertsroter Freibad werde nicht nur in der Sanierungskosten von über 950000 Euro sichtbar, sondern zeige sich auch im städtischen Zuschuss, ohne den die Eintrittskarten viel teurer wären.

Mit Ortsvorsteher Walter Schmeiser und Heidi Fellmoser, der Vorsitzenden des Schwimmbadvereins, durchschnitt Christ das rote Band zur Eröffnung. Auch Schmeiser zeigte seine Begeisterung über die gelungene Sanierung. Er erinnerte an die wechselvolle Geschichte des 1950 erbauten Bads.

Schon 1996 ergab sich eine Kostenschätzung, die bei 2,2 Millionen Mark lag. Dass das Bad saniert wurde, sei das Verdienst des Fördervereins, der sich nicht nur für den Erhalt stark machte, sondern den Betrieb seit Jahren unterstütze.

Den Bauablauf, die einzelnen Stufen und die Schwierigkeiten erläuterte Thomas Büchel vom Ingenieurbüro für Baustatik in einem kurzweiligen Bericht. Büchel ist mit dem Bad verbunden, er und seine Familie haben "schon viel Zeit hier verbracht, und wir haben alle hier das Schwimmen gelernt". Vom ehrenamtlichen Planer zum Bauleiter mutiert, hatte er einen zentralen Platz im Geschehen. Er verschwieg nicht, dass das Projekt am seidenen Faden hing, letztlich aber doch realisiert werden konnte. Sein Resümee: "Es wurde eine super Arbeit geleistet." Heidi Fellmoser stimmte zu: "Es ist wirklich toll geworden. Es war ein langer, steiniger und schwieriger, aber auch spannender Weg."

Die Arbeit im und fürs Bad sei aber nun nicht beendet; sie hoffe auf viele Helfer. Stellvertretend für alle Unterstützer nannte sie Torsten Feigel und Albert Krieg. Für sie gab es einen Orden und ein Geschenk. Mit dem Fassanstich durch Julian Christ endete die vom Musikverein Hilpertsau umrahmte Feier.

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