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Hoffen auf die Solidarität
Der Rettungsdienst ist eine tragende Säule beim DRK-Kreisverband Rastatt. Aber ohne andere Bereiche kann er derzeit nicht existieren. Das Foto entstand in Waiblingen. Foto: dpa
19.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Rastatt/Murgtal - Es geht um die Zukunft des DRK-Kreisverbands Rastatt. Daran herrschte beim Pressegespräch gestern im Rettungszentrum in Gaggenau kein Zweifel. Die Fusion mit dem Kreisverband Bühl-Achern steht am morgigen Freitag zur Abstimmung im Bürgerhaus in Lautenbach. Ob sie beschlossen wird? 75 Prozent der anwesenden Delegierten müssen dafür sein. Doch der Ortsverein Rastatt hat seinen Widerstand bereits deutlich gemacht. 16 Prozent der Delegierten kommen von dort.

Die geplante Fusion bringe dem Ortsverein Rastatt keine Vorteile, argumentiert man in der Barockstadt (wir berichteten).

Er hoffe noch immer, sagt Kreisvorsitzender Michael Pfeiffer, dass die Rastatter sich noch "vernünftigen Argumenten" zugänglich zeigen werden. Doch räumt er ein: "Man weiß nicht mehr, nach vielen Gesprächen, wie man den Ortsverein Rastatt noch mit Argumenten erreichen könnte." Eines sei jedenfalls sicher: Der Ortsverein Rastatt sei tatsächlich alleine lebensfähig - "die brauchen uns nicht" - und damit nicht die Fusion mit Bühl-Achern.

Diese sei aber unbedingt notwendig, um die Zukunft des DRK im Landkreis Rastatt zu sichern, argumentiert Karin Bundschuh vom Landesverband Baden. Sie appelliert: Die Mitglieder des Ortsvereins Rastatt mögen sich doch solidarisch mit dem Kreisverband zeigen - ganz im Sinne des Geistes des Deutschen Roten Kreuzes.

Das emotionale Moment spiele insbesondere in Rastatt eine ganz große Rolle, gibt Aufsichtsrat Dr. Thomas Iber zu bedenken. Ein entscheidender Faktor am Freitagabend wird sein: Kommen alle Delegierten der anderen Ortsvereine - und: Werden sie auch für die Fusion stimmen? "Eigentlich optimistisch" sei er, versichert Michael Pfeiffer. Schließlich sei die geplante Fusion ganz im Sinne der ehrenamtlich Engagierten und der professionellen Rotkreuzler. Geschäftsführer Felix Brenneisen ergänzt mit Blick insbesondere auf die kleineren Ortsvereine: Um sie unterstützen zu können, brauche der Kreisverband eine bestimmte Größe. Nur so sei zum Beispiel eine Stelle finanzierbar für die Unterstützung des Ehrenamts.

In einem Positionspapier heißt es wörtlich: "Wir, Aufsichtsrat und Vorstand, sehen keine vernünftige Perspektive für die Zukunft, wir haben nicht die finanziellen Mittel, um den Kreisverband weiter zu entwickeln. Das müssen wir aber unbedingt." Deshalb habe man in vielen konstruktiven Gesprächen mit dem Kreisverband Bühl-Achern die Fusion spruchreif gemacht.

Pfeiffer unterstreicht: "Am Ende eines Jahres sind wir froh, wenn wir im Kreisverband plus minus Null rauskommen." Das sei auf Dauer nicht tragfähig, da 80 Prozent des Umsatzes im Bereich des Rettungsdienstes gemacht werden - und der ist defizitär. "Das ist ein großes Problem." Hinzu kommen starke Schwankungen beim Aufkommen von Einsätzen. Sprich: Was gut ist für die Menschen - wenige notwendige Rettungseinsätze -, ist für den Kreisverband wirtschaftlicher Nachteil.

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