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Ab heute wieder Badebetrieb
Der Schaden am Stromkabel ist recht schnell lokalisiert, die Reparatur gegen 12.45 Uhr abgeschlossen. Rechts oben im Bild das defekte Kabelteil.  Foto: Jahn
20.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Hochsommerliche Temperaturen, ideales Schwimmbadwetter: Im Kuppelsteinbad Ottenau herrschte gestern dagegen alles andere als Hochbetrieb. In Höhe des Kiosks ein paar Arbeiter, das war's. Diese Arbeiter sorgten dafür, dass heute wieder der Sprung ins kühle Nass möglich ist.

"Wir hatten eine elektrische Störung in unserer Hauptzuleitung zum Pumpenhaus", sagte Georg Schnaible, Vorsitzender des Schwimmbadvereins Kuppelsteinbad. Mitarbeiter der Stadtwerke begaben sich gestern Morgen auf Fehlersuche - und wurden recht schnell fündig. Um 12.45 Uhr die Erfolgsmeldung: "Strom is druff!"

Am Mittwoch gegen 13.30 Uhr bemerkte der Bademeister, dass die Umwälzanlage für das Wasser nicht mehr arbeitet. In der Trafostation hatte eine Sicherung reagiert. "Irgendwo auf der Leitung ist ein Defekt", war den Verantwortlichen schnell klar. Aber wie kann ein Fehler an einer etwa 150 Meter langen Leitung, die sich in der Erde befindet, lokalisiert werden? "Spannungsortung" lautet das Zauberwort. Die Stadtwerke legen dazu eine Hochspannung auf das Kabel und hören es mit einem Geophon ab. Das ist ein Gerät vergleichbar mit einem Stethoskop. Damit hört man es in der Leitung knacken. Je lauter dieser Ton wird, umso näher befindet man sich an der Schadensstelle. Recht schnell war der Defekt von den Stadtwerke-Mitarbeitern im Eingangsbereich lokalisiert. Schnaible vermutet, dass das Kabel im Zuge der Arbeiten zur Aufweitung des Selbachs beschädigt und provisorisch geflickt wurde. An der Schadensstelle war das Kabel dick mit Isolierband umwickelt.

Jetzt ist das Kabel von den Stadtwerken fachmännisch repariert worden. Es verläuft durch das komplette Bad bis zum Pumpenhaus und von dort zur Bademeisterkanzel. "Dort kam seit dieser Saison nicht genug Strom an", waren sich die Verantwortlichen im Verein bewusst, dass irgendetwas nicht ganz in Ordnung war. "Doch die Filteranlage lief", betont Schnaible.

Am Mittwoch ging der Badebetrieb trotz des Ausfalls weiter - ohne Umwälzung des Wassers. Nur im Kinderbecken gab es einen Wasserverlust. Die Eltern wurden darüber laut Schnaible informiert.

Anlage läuft automatisch an

Direkt nachdem wieder Strom auf dem Kabel war, lief die Anlage automatisch an. Die Filterkessel mussten gespült und das Wasser gereinigt werden. Die Dosierung der chemischen Parameter, zum Beispiel für die Chlorierung, wird von der Anlage automatisch eingestellt, muss nur noch überprüft werden. Dieser Prozess sollte bis in die vergangene Nacht dauern. Die Anlage läuft in dieser Zeit auf Volllast.

Jetzt hoffen die Verantwortlichen, dass das Stromkabel keine weiteren Schäden aufweist. Denn die Erneuerung des rund 150 Meter langen Kabels würde laut Schnaible "einen fünfstelligen Betrag im niedrigen Bereich" verschlingen, zumal auf der gesamten Länge auch der Boden aufgegraben werden müsste. Geld, das ein Verein nicht auf der hohen Kante hat.

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