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Hochwasserschutz für Ottenau verbessert
20.07.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red) - Eigentlich ist es ein kleines Gewässer - und doch ist es gleichzeitig eine der größten Baustellen. Die Rede ist von dem an sich ganz friedlich vor sich hinplätschernden Selbach, der durch extreme Niederschläge schon auch mal zu einem überschwemmenden Fiasko werden kann. Bereits bei einem zehnjährigen Hochwasser läuft der Bach in Ottenau über.

Problematisch war vor allem der verrohrte Streckenabschnitt, der im Bereich des Kuppelsteinbads beginnt. Der Durchlass war mit einem Durchmesser von 1,5 Metern zu gering dimensioniert. In den vergangenen Monaten wurde deshalb zwischen Kuppelsteinbad und B462 kräftig gebuddelt, Stahlbetonrohre verbaut und Steine gesetzt. Das Ziel: Hochwasserschutz für Ottenau und ein Selbach, in dem sich kleine Fische wohl fühlen und der sich wie ein natürlicher Bach wieder ins Landschaftsbild einfügt.

"Das wird aber eine ganze Weile dauern", prognostiziert Hermann Wiegner. Der ökologische Fachbauleiter weiß, wovon er spricht. Schließlich hat er schon einige hundert Bachläufe mit umgebaut oder verändert. Das macht dem ehemaligen Mitarbeiter der Fischereiaufsicht so viel Spaß, dass er auch jetzt im Ruhestand noch mit großer Gewissenhaftigkeit Fischtreppen baut. Fast 200 Stunden war er in den letzten Wochen vor Ort, um das etwa 320 Meter lange neue Teilstück zwischen Kuppelsteinbad und Anschluss an die Murg so zu betreuen, dass eine Fischdurchgängigkeit möglich ist. Auf Deutsch: Er sorgt durch gezieltes Anlegen des Bachlaufes und Setzen der Steine dafür, dass bei jedem Wasserstand Fische von der Murg in den Selbach gelangen können, um hier einen Schutz- und Lebensraum zu finden. Insbesondere zum Ablaichen kommen die Fische gerne in die kleineren Seitenflüsse. "Jungfische sind das beste Zeichen für den Erfolg unserer Arbeit", erklärt der Fischtreppenbauer und erzählt mit strahlenden Augen, dass im Selbach schon neben zahlreichen Kleinfischen und Forellen auch das Bachneunauge gesichtet wurde.

Nahrungsgrundlage für die Fische

"Steine haben sehr viel Auswirkung", verweist er unter anderem darauf, dass sich unter den Steinen Fischnährtiere absetzen, die als Nahrungsgrundlage für die Fische dienen. Zur Lenkungsfunktion der Steine kommt dazu, dass sie die Turbulenz im Wasser erhöhen können und damit dazu beitragen, dass Feinsedimente weitergetragen werden und sich nicht absetzen.

Im Bereich des Kuppelsteinbades ist die Wirkung der Steine schon zu beobachten, freut er sich über das gelungene Werk. Bis es auch auf dem letzten, neuen Stück so weit sein wird, wird es noch einige Monate wenn nicht gar über ein Jahr dauern. Denn das bisschen Wasser, das derzeit aus dem Selbach kommt, wird im neuen Bachbett erst einmal versickern. Auch Christian Gaida, der die Maßnahme vom städtischen Tiefbauamt aus betreut, weist ausdrücklich darauf hin, dass es dauern wird, bis aus dem aktuell noch sehr nüchternen Bachlauf ein idyllisches Bächlein wird, das sich in die natürliche Umgebung einfügt. Wenn die Uferböschung erst mal bewachsen ist, "sieht es ganz anders aus".

Dieser Tage wurde durch Klaus Blasel der Bachteillauf abgefischt, der seit Mittwoch der Vergangenheit angehört. Der Spezialist aus Freiburg fischte elektrisch ab, um zu gewährleisten, dass nachher sprichwörtlich kein Fisch auf dem Trockenen sitzenbleibt. Als Fischereibiologe ist er auch federführend für das laufende Lachsprogramm tätig.

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