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Bekenntnis für die Johann-Belzer-Schule
Die Sanierung der Weisenbacher Johann-Belzer-Schule steht an. Eine Machbarkeitsstudie ist erstellt.  Foto: Mack
27.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Es gibt den klaren Willen, die Werkrealschule zu erhalten. Das machte Bürgermeister Toni Huber bei der Gemeinderatssitzung deutlich. Mit dem neuen Rektor Oliver Hintzen soll es in die Zukunft gehen. Wie diese allerdings aussieht, da sind derzeit einige Fragen offen. Ein Thema ist die Sanierung des 1968 erbauten Gebäudes, dazu wurde eine Machbarkeitsstudie im Rat vorgestellt.

Die Kostenschätzung beläuft sich auf bis zu 6,3 Millionen Euro für die umfassende Generalsanierung. Das beauftragte Büro Harrer Ingenieure hat auch Varianten für Teilsanierungen in verschiedenen "Paketen" erarbeitet. Bauphysik und Energetik, Haustechnik, Altlasten, Tragwerk, Barrierefreiheit, Nassräume und Brandschutz wurden überprüft.

Aufgrund der Größe und des Alters des Gebäudes war vorherzusehen, dass eine Generalsanierung in einem Schritt nur schwierig zu finanzieren sei. Das Ergebnis der Studie mit geschätzten Kosten von 5,3 bis 6,3 Millionen Euro für eine Generalsanierung bestätigt diese Einschätzungen, heißt es in den Ratsunterlagen.

Bei den Teilsanierungen liegen die Kosten für die barrierefreie und brandschutztechnische Ertüchtigung zwischen 897000 und rund 1,112 Millionen Euro. Für die Sanierung der Sanitärräume werden die Kosten auf 565000 bis 612400 Euro kalkuliert. Für die energetische Sanierung betragen die Kosten laut Studie 1624300 bis 1966300 Euro. Ein Neubau würde mehr als neun Millionen Euro kosten, so die vorsichtige Schätzung.

"Die Sanierung ist erforderlich, man sieht es dem Gebäude an", machte Huber deutlich. Allerdings: Die Kosten seien ein großes Problem. Auch sei die weitere Schulentwicklung im Land nicht bekannt.

Uwe Rothenberger (Freie Wähler) lobte die gute Arbeit, die geleistet werde. Er plädierte dafür, die Schule so lange wie möglich zu unterstützen. Heiko Seidt (Freie Wähler) fragte nach, wie lange die Schule im jetzigen Zustand bleiben könne. Im Sanitärbereich, bei Heizung oder Elektrik könne ein Sanierungsbedarf schlagartig entstehen, erläuterte Ingenieur Rudi Lehnert.

Marius Eisele (CDU) monierte die hohen prognostizierten Kosten. Er brachte das Stichwort "Teilstilllegung" eines Geschosses der Schule bei schwindendem Platzbedarf ins Spiel. Dies sei nicht einfach, entgegnete Bürgermeister Toni Huber. Dafür müsste es triftige Gründe geben, beispielsweise falls das Gebäude nicht mehr sanierungsfähig sei.

"Die Werkrealschule ist seit Jahren dem Tod geweiht", sagte Rektor Oliver Hintzen. Aber "sie lebt immer noch". Und sie habe Zukunft. Es gelte, die Schule attraktiv zu gestalten, damit mehr Eltern ihre Kinder ab Klasse 5 nach Weisenbach schicken. Ab Klasse 7 gebe es keine Probleme, da kämen "Rückläufer" von anderen Schulen. Das Kollegium sei hochmotiviert und mache einen sehr guten Job.

Für das kommende Schuljahr sei die vom Schulamt geforderte Mindestzahl von 15 Kindern nicht erreicht worden. Deshalb wird eine Kombi-Klasse aus Fünft- und Sechstklässlern gebildet (das BT berichtete). Dies sei aber nur einmal möglich, im Schuljahr 2019/2020 müssen es wieder mindestens 15 Anmeldungen für Fünftklässler sein. "Wir haben eine Gelbe Karte vom Schulamt bekommen", erklärte Hintzen. Es gelte jetzt, Eltern von der Belzerschule zu überzeugen, dass sie ihre Kinder dorthin schicken.

Die Verwaltung werde sich aufgrund der Studie Gedanken machen, mit welchen finanziellen und technischen Möglichkeiten eine Teilsanierung möglich werde, beschrieb Toni Huber das weitere Vorgehen. Die Zuschussmöglichkeiten müssen geprüft werden. Die Entscheidungen haben deutliche Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt. Und: Bei den konkreten Planungen können noch Überraschungen auftauchen. "Es ist noch ein weiter Weg", kündigte Huber an.

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