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Eine Partnerschaft, die zu einer engen Freundschaft werden soll
Bürgermeister Markus Burger und seine Amtskollegin Vivian Kern enthüllen das neue Partnerschaftsschild. Foto: vgk
30.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Loffenau - Die offizielle Besiegelung der Gemeindepartnerschaft zwischen dem elsässischen Steinbourg und Loffenau war Höhepunkt des Dorffests am gestrigen Sonntag. Ein für beide Gemeinden bedeutsamer Tag, wie Steinbourgs Bürgermeisterin Vivian Kern und Loffenaus Bürgermeister Markus Burger bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden betonten.

Der Musikverein Loffenau, der schwedische Tenor Martin Nyvall und die Chor-AG der Grundschule umrahmten die Zeremonie musikalisch.

Das rund 2100 Einwohner große Steinbourg am Fluss der Zorn, unweit des Rhein-Marne-Kanals, im Départment Bas-Rhin, liegt nur 100 Straßenkilometer (Luftlinie: 71 Kilometer) von der Murgtalgemeinde entfernt. Ein echter Vorteil, wie beide Bürgermeister meinen. In William Conrad, jüngstes Mitglied des dortigen Gemeinderats, und Rachel Thies, ehemalige Loffenauer Partnerschaftskomitee-Vorsitzende, fand die Verbindung engagierte Fürsprecher.

Die Sympathie, die beide Orte seit dem ersten Treffen füreinander hegen, beruht auf Gegenseitigkeit. Ein großer Vorteil für das Gedeihen der Partnerschaft ist die räumliche Nähe zueinander. Davon zeigt sich Burger überzeugt. Er führte weiter aus, dass beide Gemeinden, in der Einwohnerzahl vergleichbar, die gleichen Herausforderungen zu meistern haben. "Es geht um Bereitstellung von Wohnraum, sowohl für junge Familien als auch für Senioren; es geht um die Aufrechterhaltung des Freizeitangebots durch Vereine, ehrenamtliches Engagement und vieles mehr", so Burger. Beide Gemeinden würden von der Partnerschaft profitieren, zeigte er sich überzeugt: "Durch unsere neue gegründete Partnerschaft verbrüdern wir unsere beiden Gemeinden und tragen so dazu bei, den Frieden in Europa, der nun 73 Jahre anhält, zu festigen."

"Eine Partnerschaft trägt dazu bei, sich besser zu verstehen, die europäische Zusammengehörigkeit von Grund auf zu fördern", sagte Vivian Kern, die Bürgermeisterin von Steinbourg. Sie sei stolz, die Partnerschaftsurkunden im Beisein der Gemeinderäte, Vereinsvertreter und Bürger beider Orte unterzeichnen zu können. Es sei klare Absicht, die Verbundenheit durch gemeinsame Projekte, Initiativen der Vereine oder Schulen mit Leben zu füllen. "Diese Partnerschaft sowie Tausende von weiteren bestehenden Partnerschaften in Europa sind ein zusätzlicher Baustein, um Frieden zu sichern", führte Kern aus. Sie wünschte der Partnerschaft ein langes Leben und eine gelebte Freundschaft.

Den offiziellen Grundstein der deutsch-französischen Freundschaft hatten vor 55 Jahren, am 22. Januar 1963, der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle im Pariser Elysée-Palast mit der Unterzeichnung des gleichnamigen Vertrags gelegt. Dies mit dem Ziel beide Nachbarn nach verlustreichen Kriegen zusammenzuführen. Eine erste Städtepartnerschaft schlossen 1950, noch vor dem Elysée-Vertrag, Montbéliard und Ludwigsburg. Die treibende Kraft dahinter war Lucien Tharradin, ein Widerstandskämpfer und Buchenwald-Überlebender. Rund 2200 Partnerschaften wurden seither geschlossen.

Als Geschenk hatte Kern am Sonntag einen in Glas gegossenen Murmelspieler, "Schneller" genannt, mitgebracht. Er ist ein Symbol für die Steinbourger. Sie werden im Elsass "Steiwerer Schneller" genannt. Ebenfalls aus Glas ist das Gastgeschenk für die am Sonntagmorgen angereisten 77 französischen Gäste: Ab sofort wird ein Loffenauer Glaswappen eines der Fenster des im 17. Jahrhundert als Schloss erbauten Rathauses zieren. Durch die Feierstunde führten Holger Schmelzler, Vorsitzender des Tennisclubs und Sprecher der Vereinsgemeinschaft, und Gert Bührer, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Loffenau.

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