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Große Welle der Hilfsbereitschaft
31.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Das Ergebnis ist überwältigend. 17200 Euro sind in den vergangenen zwei Wochen bei einer spontanen Spendenaktion in Gaggenau zusammengekommen. Das Geld wurde gestern den Angehörigen der beiden Menschen, die bei dem schrecklichen Unfall am Freitag, 13. Juli, in der Goethestraße ums Leben gekommen waren, übergeben.

Ein sieben Monate alter Junge im Kinderwagen und seine 54 Jahre alte Großmutter, sie hatten den Unfall nicht überlebt. Beide sind tot - das ist die unfassbar traurige Bilanz des Geschehens am 13. Juli gegen 21 Uhr. Der Verursacher des Unfalls fuhr davon, ohne sich um die Opfer zu kümmern. Das Fahrzeug, ein Renault Mégane, ist bekannt, da der Verursacher das Nummernschild an der Unfallstelle verloren hat. Der Tatverdächtige, der 47-jährige Halter des Unfallautos, streitet ab, den Unfall verursacht zu haben. Er soll an dem Abend Alkohol getrunken haben. Wie viel, ob vor oder nach dem Unfall, ist nach wie vor offen. Eine Blutprobe wurde ihm entnommen, Details gibt es nicht. Polizeipräsidium Offenburg und Staatsanwaltschaft Baden-Baden halten sich zu der Thematik bedeckt. Die Ermittlungen und Untersuchungen laufen. Nähere Auskünfte gibt es nicht.

Die Trauer und die Anteilnahme sind nach wie vor groß in Gaggenau. An der Unfallstelle zwischen Tor 5 des Benzwerks und dem Daimler Ausbildungszentrum liegen Blumen und Teddybären an der Unfallstelle.

Bei "City Florist Gaggenau" in der Fußgängerzone hatten Inhaberin Denise Kuzbicki und insbesondere ihre Mutter Tanja Möhrmann Geld gesammelt. Ursprünglich wollten sie "nur" eine bunte Pflanzenschale mit einer Schleife zur Trauerfeier spenden. Mit diesem Eintrag in der Facebook-Gruppe "Du bist Gaggenauer, wenn..." kam die Angelegenheit ins Rollen. Schnell wurde das Geschäft in der Hauptstraße zur Anlaufstelle für Spendenwillige. Rund 640 Menschen kamen, vom Erstklässler - auch einige Schulklassen waren dabei - bis zum Senior und spendeten Geld. Ob es nun ein Euro vom Schüler war oder ein größerer Betrag - jede Spende war willkommen.

Wie hoch der Andrang war, wird schon darin deutlich, dass sie in dem Geschäft in der Fußgängerzone vier Tage lang zu viert waren. Normal arbeiten sie zu zweit in dem Blumenladen. "Jeder Spender wollte sich auch unterhalten und ein Feedback bekommen", berichtet Tanja Möhrmann. "Es war eine gute Sache", blickt sie zurück. Und eine positive Erfahrung, dass so viele Menschen Anteil nehmen am Schicksal einer Familie, die kaum jemand kannte. Das Geld wurde den Angehörigen gestern bar übergeben. Es soll zur Deckung der Kosten für die Beerdigung verwendet werden. Jetzt ist die Aktion abgeschlossen, das Spendenkonto aufgelöst.

Für Tanja Möhrmann war es viel Arbeit in den vergangenen zwei Wochen. "Ich würde in jedem Fall noch mal so eine Spendenaktion initiieren", sagt die 48-Jährige. Nicht heute, nicht morgen, aber irgendwann einmal. Falls wieder einmal Not am Mann sein sollte. Das ist, so hofft sie, nicht so schnell der Fall.

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