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"Es wird immer abartiger"
02.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach - Die Beschwerden häufen sich im ganzen Murgtal. An mehreren neuralgischen Punkten, wo PS-Protze gerne mal das Gas aufdrehen, sind die Bürger nicht mehr bereit, die Lärmbelästigung klaglos hinzunehmen. In Loffenau, Michelbach und Gaggenau war der Ärger zuletzt am größten, jetzt melden sich auch die Gernsbacher zu Wort. So gab die CDU-Fraktionsvorsitzende Frauke Jung in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats zu Protokoll, sie sei nach dem tödlichen Verkehrsunfall in Gaggenau mehrfach von Bewohnern der Staufenberger Straße angesprochen worden, die sich massiv über die Raserei am Ortsausgang von Staufenberg hinunter zur Casimir-Katz-Straße beschweren. Vor Ort bestätigt sich dem BT dieses Bild: "Es wird immer abartiger", sagt ein leidgeplagter Anwohner, der nicht genannt werden möchte.

Das Landratsamt führe dort zwar in unregelmäßigen Abständen Geschwindigkeitskontrollen durch. Diese brächten aber kaum etwas: Zum einen, weil sie meist zu Zeiten stattfinden, wenn das Problem nicht so gravierend sei (etwa vormittags unter der Woche), zum anderen, weil sich die Standorte, an denen geblitzt wird, heutzutage über die kurzen Kommunikationswege rasend schnell rumsprechen. "Man muss doch die Kinder vor Rasern warnen, nicht die Raser vor den Blitzern", fühlen sich die Betroffenen im Stich gelassen. Sie fordern zumindest eine festinstallierte Messtafel oder einen festen Blitzer, um der immer schlimmer werdenden Problematik entgegenzuwirken. Es gehe ihnen dabei nicht nur um die Minderung des mitunter "unerträglichen Verkehrslärms", sondern auch um die Sicherheit der Fußgänger. Kinder könne man schon lange nicht mehr guten Gewissens auf der Staufenberger Straße zur Schule gehen lassen. Diese sei sehr eng, und viele Verkehrsteilnehmer hielten sich nicht an Tempo 30.

Frauke Jung bat die Verwaltung um eine Verkehrsschau, um dem Problem mehr Gehör zu verschaffen und vielleicht entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Selbiges plane man laut Bürgermeister Julian Christ in der Weinbergstraße, wo Friedebert Keck (CDU) Tempo 30 im Bereich der Grundschule forderte. Einen weiteren Raser-Hotspot nannte Uwe Meyer: Der Fraktionschef der Freien Bürger verwies auf die Stadtausfahrt in Richtung Nachtigall, wo es viele direkt ab dem Ortsschild krachen lassen. Es sei sinnvoll, dort Tempo 50 einzuführen, wie es bergab in Richtung Hockeyplatz ab der Abzweigung Walheimer Hof bereits der Fall ist.

Hoffnung auf entsprechende Maßnahmen zieht Bürgermeister Christ aus dem Lärmaktionsplan, der aktuell im Rathaus öffentlich ausliegt. Wenn der verabschiedet ist, hat die Stadt damit für bestimmte Vorhaben im Bereich der Lärmreduzierung bessere Chancen auf entsprechende Fördermittel (das BT berichtete).

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