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"Ermittlungen erhärten den Verdacht"
08.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Wer ist für den Tod zweier Menschen verantwortlich? Am 13. Juli wurden eine 54-jährige Frau und ihr sieben Monate alter Enkelsohn in der Goethestraße so schwer verletzt, dass sie aufgrund der Kollision mit einem Pkw starben. Das Geschehen ereignete sich aus Richtung Ottenau unmittelbar nach einer Linkskurve, direkt vor dem Daimler-Ausbildungszentrum. Polizei und Staatsanwaltschaft sprechen nun davon, dass sich der Verdacht gegen den Halter des Fahrzeugs erhärtet habe. Doch es bleiben Fragen offen.

Gestern haben sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung Staatsanwaltschaft Baden-Baden und Polizeipräsidium Offenburg zu Wort gemeldet.

"Die Ermittlungen nach dem tödlichen Verkehrsunfall am Abend des 13. Juli erhärten den Verdacht, dass es sich bei dem Fahrer des damals verursachenden Fahrzeuges um den beschuldigten Halter des Wagens handelt", schreiben nun die Behörden. Eine endgültige Bewertung des Tatverdachts könne allerdings erst nach Abschluss aller Ermittlungen vorgenommen werden.

Weiter heißt es: "Das Fahrzeug, das während des Unfalls hinter dem verursachenden Renault hergefahren sein soll, konnte zwischenzeitlich identifiziert werden." Dies richtet das Augenmerk darauf, dass es eventuell doch Zeugen des unmittelbaren Unfallgeschehens geben könnte.

Auf BT-Anfrage erläuterte gestern Nachmittag Michael Klose von der Staatsanwaltschaft Baden-Baden: "Sowohl das nachfolgende Fahrzeug als auch dessen Fahrer wurden ermittelt." Nach wie vor gehe man aber davon aus, dass niemand gesehen hatte, wie der Renault Mégane die Frau und den Kinderwagen mit dem Säugling mutmaßlich frontal auf dem Gehweg erfasst hatte.

Der Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs wolle keine Angaben zum Unfallgeschehen machen. Es gebe, versichert Klose ausdrücklich auf Nachfrage, "keinerlei Anhaltspunkte für ein Autorennen". Auch diese Vermutung war zwischenzeitlich geäußert worden.

Mutmaßlicher Verursacher schweigt

"Weder die staatsanwaltschaftlichen, noch die polizeilichen Ermittlungen sind bislang abgeschlossen", betonen die Ermittler und führen weiter aus: " Spekulationen über eine möglicherweise alkoholische Beeinträchtigung des Beschuldigten zur Unfallzeit verbieten sich daher." Michael Klose ergänzt: Die Ermittler wollen keine Angaben darüber machen, ob und in welchem Umfang der mutmaßliche Unfallverursacher unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol gestanden haben könnte.

Dies ist insofern bemerkenswert, als die Polizei wenige Tage nach dem Unfall bestätigt hatte, dass der Halter des Fahrzeugs und mutmaßliche Unfallverursacher laut Blutprobe am Abend des Geschehens Alkohol im Blut hatte. Aber, so Klose: Zwischen Unfall und Festnahme lagen mehrere Stunden.

Es stehen "unter anderem noch mehrere Sachverständigengutachten aus", gaben die Ermittler gestern zu bedenken. Die Meldung schließt mit der Feststellung: "Der 47 Jahre alte Verdächtige verteidigt sich bislang weiter durch Schweigen, wobei er im Rahmen der Ermittlungen Äußerungen gemacht haben soll, die möglicherweise beweisrechtlich relevant sein könnten."

Staatsanwalt Michael Klose bestätigte gestern im BT-Gespräch, dass es Aussagen gebe, wonach der Beschuldigte sich außerhalb einer polizeilichen Vernehmung zum Geschehen geäußert habe: "Am Ende der Ermittlungen werden diese Aussagen in eine Bewertung bezüglich der Täterschaft einbezogen."

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