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Himbeeren sind der rote Faden
Zeigt heute im Fernsehen seine Kochkünste: Adrian Bonert aus Gausbach. Foto: Vogt
08.08.2018 - 00:00 Uhr
Forbach (kv) - "Für mich war es mein perfektes Dinner, denn ich habe das gekocht, was mir schmeckt, wie es mir schmeckt." Selbstbewusst zieht Adrian Bonert das Resümee seines Auftrittes bei der VOX-TV-Show "Das perfekte Dinner". Bereits im Mai war das Fernsehteam für eine Woche in der Region unterwegs, um ambitionierte Hobbyköche beim Kochen und gegenseitigen Bewerten über die Schulter zu spicken und bei dieser Gelegenheit auch die Teilnehmer ein bisschen von der privaten Seite zu zeigen.

"Ich hatte mich schon 2013 für die VOX-Show beworben, dann aber lange nichts mehr gehört", erzählt Adrian Bonert im BT-Gespräch. Überraschend rief die Produktionsfirma von "Das perfekte Dinner" dann im April an und plante für Mai die Dreharbeiten in Gausbach, Bühl, Baden-Baden, Ortenberg und Kehl-Goldscheuer. In der Woche nach Pfingsten ging es für die fünf Hobbyköche rund. Interviews wurden gedreht, alleine und gemeinsam mit den anderen Kandidaten, jeder hatte einen Kochtag, an dem das Fernsehteam dann dem Hobbykoch über die Schulter schaute. Am Abend kam dann die Konkurrenz, um beim Gastgeber zu Hause ein mindestens dreigängiges Menü zu verspeisen. Der 28-jährige Bonert war seinen Kollegen im evangelischen Pflegeheim in der Baden-Badener Weststadt sehr dankbar, die freiwillig für ihn innerhalb des Schichtplans tauschten, denn sonst hätte der Wohnbereichsleiter sicherlich eine Woche Urlaub nehmen müssen, um an der Aufzeichnung teilzunehmen.

Gekocht hat der Gausbacher, der sich auch als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und der Gausbacher Traditions-Fasentgruppe "Rinnberger Schlempen" outet, ein Menü, durch das sich die Himbeere als roter Faden zog. Begrüßt hat er seine Gäste (und Konkurrenten) mit einer Himbeerbowle, gefolgt von der Vorspeise: einer bunten Salatplatte à la Adrian, natürlich mit einer Himbeervinaigrette. Dem Hauptgang überbackenes Schweinefilet mit Ratatouille und Kartoffeltalern gab eine Balsamicocreme mit Himbeerhauch den letzten Pfiff. Auch in den Dessertvariationen tauchte die Himbeere als treibende Kraft auf: als Himbeerlimes, Himbeertörtchen und Himbeertiramisu. Mit der Bewertung durch die Konkurrenz war er zufrieden. Sein Ziel war es nicht unbedingt, das Preisgeld zu gewinnen, ihm war es viel wichtiger, einmal hinter die Kulissen einer solchen TV-Show zu blicken: "Ich war so neugierig, wie so etwas funktioniert und abläuft."

Dass über die Menüs und das Drumherum in den sozialen Medien heftig diskutiert wird, war ihm von vorneherein klar. Aber geschockt hat ihn trotzdem, mit welcher Härte auch persönliche Kommentare abgegeben werden und wie selbstsicher manche an der Diskussion teilnehmen, so als ob sie bei den Aufzeichnungen tatsächlich persönlich teilgenommen hätten.

Wohngemeinschaft mit den Eltern

Mit zwei der Kandidatinnen trifft Bonert sich diese Woche regelmäßig, um die Ausstrahlung der einzelnen Sendungen zu verfolgen und gleichzeitig die Reaktionen in den sozialen Netzwerken zu beobachten. Wenn heute Abend von 19 bis 20 Uhr die Sendung ausgestrahlt wird, die in der Küche und Wohnung in der "Wohngemeinschaft mit meinen Eltern" entstanden ist, hält sich seine Spannung in Grenzen: "Ich kenne das Ergebnis, darf aber noch nicht darüber sprechen." Für ihn ist aber besonders spannend, wie das Filmmaterial eines ganzen Tages auf 60 Minuten komprimiert werden wird, denn außer dem Kochen, dem Verspeisen (und den Kommentaren der Konkurrenz) zeigt sich Adrian Bonert auch von einer für viele in seinem Heimatdorf unerwarteten Seite. Er erweckt für das Fernsehteam und seine Gäste die Kunstfigur "Betty" zum Leben, die bislang öffentlich nur an Fastnacht auf der Grokage-Bühne in Gaggenau zu sehen gewesen ist: "Tja, das bin eben auch ich - Betty gehört zu mir!" bekennt er theatralisch-überzogen, als er fürs Fernsehteam im Schnellverfahren Kostüm, Perücke und Make-up auflegt. Dass die Highheels dann Schuhgröße 46/47 haben - wen juckt's, wenn die Unterhaltung stimmt? Vielleicht ergibt sich aus der Zusammenarbeit mit VOX für den Gausbacher mit dem Hang zur Exzentrik auch die Möglichkeit, seine Betty einmal über das Murgtal hinaus auszuführen? Augenzwinkernd gibt er zu: "Erste Gespräche haben schon stattgefunden."

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