http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Wer den Abbau zahlt, ist ungewiss
So wie in Brandenburg könnte es auf einem Teil der B 462 aussehen. Foto: Sascha Hilgers
21.08.2018 - 00:00 Uhr
Murgtal (red) - Das baden-württembergische Umweltministerium rechnet mit dem Baubeginn für die Elektrifizierungs-Teststrecke auf der B462 im Jahr 2019. Für 2020 ist dann der Beginn der dreijährigen Testphase geplant. Dies meldet die CDU-Landtagsabgeordnete Sylvia Felder. Nicht gesichert sei hingegen ein etwaiger Rückbau am Ende der Versuchsphase: Die Fördergelder aus dem Bundesumweltministerium deckten nur Planung und Bau ab.

Demnächst solle für alle drei Pilotprojekte in Deutschland die Beschaffung der speziellen Elektro-Lastwagen ausgeschrieben werden. Dies geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Landtagsabgeordneten Felder hervor. In der Kleinen Anfrage hatte die Abgeordnete nach den weiteren Vorbereitungen für die geplante Elektrifizierung von drei Teilabschnitten der Bundesstraße zwischen Kuppenheim, Gaggenau und Obertsrot gefragt. "Dem Stuttgarter Ministerium ist spätestens nach den kritischen Wortmeldungen aus der Region klar, dass die Teststrecke hier kein Selbstläufer wird", berichtet Felder.

Bei den drei Teststrecken in Deutschland ist der Baufortschritt des Autobahnabschnittes zwischen Darmstadt und Frankfurt am weitesten. "Auf dem Teilstück der A5 stehen bereits die Masten und ist der Fahrdraht gespannt. Ebenfalls stehen bereits die Container für die Umwandlung der Stromspannung", sagt Felder.

Die Bundesstraße im Murgtal sei - neben einem weiteren Autobahnabschnitt in Schleswig-Holstein - das einzige Projekt außerhalb einer Autobahn. Dabei gehe das Umweltministerium in Stuttgart nicht davon aus, dass durch die Brücken bei Bischweier und Rotenfels sowie durch den Gernsbacher Tunnel Einschränkungen entstehen können. "Das An- und Abbügeln der Fahrzeuge erfolgt automatisch im fließenden Verkehr", schreibt das Ministerium in seiner Antwort an das Landtagsmitglied Felder. Die Fahrzeuge sollen dabei problemlos durch den nicht elektrifizierten Gernsbacher Tunnel fahren, zitiert Felder die Ministerialbeamten.

Die Landtagsabgeordnete hatte den zuständigen Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) um nachdrückliche wissenschaftliche Begleitung gebeten. Im Antwortschreiben des Ministeriums sind die Aufgaben für das Konsortium zur wissenschaftlichen Begleitung benannt: Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung wird die Einbindung der Hybrid-Lastwagen in die Güterverkehrskonzeption untersuchen. "Die objektive wissenschaftliche Begleitung ist damit wenigstens gesichert", meint Felder, "zumal es viele kritische Stimmen zur Wirkung der Stromleitungen auf den übrigen Straßenverkehr gibt." So etwa Auswirkungen auf andere Fahrzeuge oder die Situation bei Unfällen.

Nicht gesichert ist ein etwaiger Rückbau am Ende der Versuchsphase. Die Fördergelder aus dem Berliner SPD-geführten Umweltministerium decken nur Planung und Bau ab. "Wir bestehen darauf, dass die Kosten für einen Rückbau ebenfalls am Anfang des Versuches geklärt sind", betont Felder. Das Ministerium räumt in der parlamentarischen Anfrage ein, dass ein dauerhafter Betrieb dann erst durch ein Planfeststellungsverfahren baurechtlich legitimiert werden müsse. "Immerhin sind die Masten und Leitungen ein erheblicher Eingriff in die Landschaft, man kann das auf der A5 in aller Deutlichkeit sehen. Da wollen wir keine langfristige Landschaftsbeeinträchtigung ohne intensive vorherige Prüfung und echte Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger", stellt Felder klar.

Eine weitere Informationsveranstaltung ist aus Sicht des federführenden baden-württembergischen Umweltministeriums für Anfang 2019 vorgesehen. Felder: "Anders als die Versuchsstrecken auf der Autobahn geht die Versuchsstrecke im Murgtal direkt entlang der Bebauung in sensibler Tallage, daher ist das eine ganz andere Anforderung." Daher sei eine breite Bürgerbeteiligung unabdingbar. Zu Recht würden kritische Fragen in Bezug auf Konzept, Wirkung und Auswirkung gestellt.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Sinzheim
Die Helfergruppe des MGV Kartung freut sich über das neue 35 Meter lange Zelt (im Hintergrund). Mit auf dem Bild ist Josefine Bleich (sitzend) die 35 Jahre lang einen eigenen Stand betreute.Hoffmann

15.08.2018
Straßenfest: Viele Helfer im Einsatz
Sinzheim (cri) - Das Kartunger Straßenfest findet am 25. und 26. August zum 40. Mal statt. Mit dabei sind wieder viele Mitglieder des Männergesangvereins (MGV) Kartung - in dem nicht nur Männer singen -, Angehörige und Freunde, die tagelang im Einsatz sind (Foto: cri). »-Mehr
Karlsruhe
Hitzepause für Teile Baden-Württembergs

07.08.2018
Hitzepause - zumindest zum Teil
Karlsruhe (lsw) - Abkühlung für das Bergland, weiteres Schwitzen am Rhein: Die Temperaturen klaffen im Südwesten weit auseinander. Im Bodensee treiben sich derweil kuriose Wesen herum. Einen flächendeckenden Wetterwechsel könnte es demnach am Donnerstag geben (Foto: dpa). »-Mehr
Gaggenau
--mediatextglobal-- Orgelbaumeister Alex Matz bereitet den Abbau der Orgel in der Johanneskirche Bad Rotenfels vor. Foto: Jahn

27.07.2018
Kirchenorgel nach Michelbach
Gaggenau (uj) - Von der evangelischen Johanneskirche Bad Rotenfels geht es für die Orgel in die Kirche St. Michael nach Michelbach. Mit dem Verkauf des Gotteshauses an den Gebetsverein Bad Rotenfels hat die Kirchengemeinde das Instrument an die Katholiken verkauft (Foto: Jahn). »-Mehr
Karlsruhe
--mediatextglobal-- ´Ich habe ein gutes Gefühl´: KSC-Trainer Alois Schwartz ist vor dem morgigen Punktspielstart zuversichtlich.  Foto: GES

26.07.2018
KSC verlängert mit Trainer Schwartz
Karlsruhe (sid) - Kurz vor dem Saisonauftakt in der 3. Fußball-Liga hat der KSC den Vertrag mit seinem Coach Alois Schwartz (Foto: GES) vorzeitig verlängert. Das neue Arbeitspapier besitzt nun bis 2020 Gültigkeit. Am morgigen Freitag (19 Uhr) startet der KSC in Braunschweig in die Saison. »-Mehr
Baden-Baden
Akustischer und kulinarischer Hochgenuss

23.07.2018
Gelungenes Marktplatzfest
Baden-Baden (co) - Fast rund um die Uhr war am Wochenende beim Baden-Badener Markplatzfest Programm geboten. Das idyllisch gelegene Weindorf wurde von den Besuchern sehr gut angenommen, auf der Bühne trumpften Vereine, Bands und Institutionen auf (Foto: Hecker-Stock). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Der Otto-Katalog Frühjahr/Sommer 2019 wird der letzte sein, den es in gedruckter Form gibt. Er lohnt sich für den Versandhändler nicht mehr. Bestellen Sie noch Ware per Katalog?

Ja, regelmäßig.
Gelegentlich.
Nein.


http://www.karlsruhe.ihk.de/handelsregister
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz