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WLAN im gesamten "Goethe" - aber...
Studiendirektor Bernhard Krabbe im neuen Chemiesaal des Goethe-Gymnasiums Gaggenau.  Foto: Jahn
07.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - "Wir sind personell gut aufgestellt. Sowohl beim Pflicht- als auch beim Ergänzungsunterricht." Zufrieden blickt Studiendirektor Bernhard Krabbe, stellvertretender Schulleiter des Goethe-Gymnasiums, auf das am Montag beginnende Schuljahr. Auch bei der Ausstattung hat sich in den zurückliegenden Wochen einiges getan.

Regelrecht ins Schwärmen gerät Krabbe beim Chemiesaal. Dieser wurde seit Pfingsten grundlegend saniert und erstrahlt in neuem Glanz. Chemieunterricht fiel während der Baumaßnahme nicht aus - nur Experimente waren nicht möglich. Ein Ausstattungsmerkmal ist die interaktive Tafel. Kreide und Schwamm haben ausgedient. Stattdessen läuft alles elektronisch, auch Dinge aus dem Internet können problemlos auf die Tafel gezogen werden. Insgesamt verfügt das "Goethe" jetzt über neun solcher Tafeln. Jene im Chemiesaal ist die Modernste. An den anderen, älteren Modellen funktioniert die Technik nicht optimal, im Chemiesaal dagegen "hervorragend", so Krabbe. Insgesamt verfügt die Schule über 50 Klassenzimmer und Fachräume. In den meisten gibt es noch die herkömmlichen Tafeln.

Apropos Technik: "Die komplette WLAN-Ausstattung des Gymnasiums steht kurz vor dem Abschluss", erklärt der stellvertretende Schulleiter. Das bedeutet aber nicht, dass die Schüler künftig die ganze Zeit online sind und vor lauter Smartphone-Nutzung dem Unterricht nicht mehr folgen. Das WLAN-Netz ist nur für die Lehrer zugänglich. "Im Schulbetrieb herrscht auf dem ganzen Gelände Handyverbot", betont Krabbe - auch auf dem Pausenhof. Dieses Verbot gab es schon früher, wurde jetzt wegen der neuen Ausstattung aktualisiert. Es gibt eine Ausnahme: Die Schüler der Kursstufe dürfen ihr Handy von 13 bis 13.50 Uhr in der Cafeteria nutzen.

In absehbarer Zeit dürfte das altehrwürdige Klassenbuch der Vergangenheit angehören. Auch dort hält die moderne Technik Einzug - "mittelfristig" wird das digitale Klassenbuch eingeführt, berichtet Bernhard Krabbe.

Die Schülerzahl am Goethe-Gymnasium ist im Vergleich zum vergangenen Schuljahr nahezu konstant. Stand gestern werden 929 Schüler unterrichtet (Vorjahr 935). Diese Zahl schwankt aus den verschiedensten Gründen immer mal wieder. Krabbe wird die 929 Schüler am Montag dem Regierungspräsidium Karlsruhe melden. Eine Premiere gibt es bei der Aufnahme der insgesamt 121 Fünftklässler. Die Feierstunde findet erstmals nachmittags statt. Sie beginnt am Dienstag, 11. September, zur familienfreundlicheren Zeit 15.30 Uhr in der Sporthalle. Der Vorteil laut Krabbe: Es fällt wegen der Einschulung weniger Unterricht aus als in früheren Jahren.

Mit der personellen Ausstattung ist Krabbe sehr zufrieden. 75 aktive Kollegen inklusive Referendare sind tätig. Man sei gut versorgt mit Lehrerstunden und könne zudem im Ergänzungsbereich einiges aufstellen.

Unbesetzt ist dagegen nach wie vor die Stelle des Schulleiters. Direktor Andreas Heitz ist am 23. März unerwartet verstorben. Auf eine Ausschreibung der Stelle im Mai hatte es keine Bewerbungen gegeben. Eine zweite Ausschreibung erfolgte im Juli. Krabbe selbst, der seit 2016 am Goethe-Gymnasium ist, hatte sich nach eigenen Angaben "gezielt auf die Stelle des stellvertretenden Schulleiters beworben" und hat keine Ambitionen, offiziell Schulleiter zu werden.

Zur Schulleitung gehören die Abteilungsleiter Claudia Dettweiler, Ginette Meitz und neu Jörg Hainer als Nachfolger von Dr. Klaus Moser. Auch bei den Abteilungsleitern ist eine Stelle derzeit unbesetzt. Die Abteilungsleiter können einen neuen Raum nutzen, der mit moderner Technik ausgestattet ist. Der Raum war ein besonderes Anliegen von Andreas Heitz.

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