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Am Anfang stand der Wille zum Musizieren
Der Musikverein Hundsbach, hier ein Foto aus der Gründerzeit, feiert seinen 50. Geburtstag.  Foto: Musikverein Hundsbach
19.09.2018 - 00:00 Uhr
Forbach (red) - 50 Jahre Musikverein Hundsbach - das ist im Vergleich zu anderen Kapellen in der Gemeinde und in Mittelbaden ein noch sehr junges Alter. Dennoch ist es für den Verein im kleinen Forbacher Höhenortsteil ein guter Grund, stolz auf das Erreichte zu sein und dieses Jubiläum ein Wochenende lang kräftig zu feiern. Vor allem, wenn man zurück zu den Anfängen des Vereins blickt.

Mehr oder weniger aus einer schon länger währenden Gedankenspielerei dreier Arbeitskollegen in einem Hundsbacher Betrieb, ob man denn in Hundsbach auch eine Musikkapelle gründen könnte, fiel vom einem dieser drei der Satz: "Bringt mir doch zehn Mann!" Dieses war Berthold Bäuerle, ausgebildeter Musiklehrer und Dirigent eines Akkordeonorchesters, schreibt der Musikverein.

Die zehn Mann waren recht schnell gefunden, es waren sogar 13 junge Männer, die am Sonntagvormittag des 6. Oktober 1968 den Musikverein Hundsbach gründeten. Das Problem war nur, dass diese weder Noten lesen noch ein Instrument spielen konnten. "Aber der Wille war da, und wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg", berichtet der Musikverein. Im Protokoll der ersten Probe zwei Tage nach Gründung des Vereins ist zu lesen: "Bei der Stunde handelte es sich um Notenwerte, Taktarten, Notennamen und so weiter."

Mit einem Kredit der Gemeinde und einem nicht unerheblichen Betrag aus eigenen Taschen wurden die ersten Instrumente erstanden. Den ersten öffentlichen Auftritt meisterten die 13 Aktiven dann bereits bei der Kommunion 1969. In Höhenpfarrer Rudolf Hemberger hatten die Musikanten einen großen Unterstützer gefunden.

Um die finanzielle Situation zu verbessern, begann man im gleichen Jahr damit, auf dem Sportplatz in regelmäßigen Abständen ein Waldfest auszurichten. Dieses erste Fest des Musikvereins, das aufgrund der kalten Witterung als "Pelzmantelfest" in die Annalen eingehen sollte, verlief den Aufzeichnungen zufolge trotzdem sehr erfolgreich. Im darauffolgenden Jahr kam die jährliche Theaterfeier am Dreikönigstag hinzu. Nicht nur finanziell, sondern auch musikalisch ging es bergauf.

Neben kirchlichen Anlässen und Kurkonzerten meisterte die Kapelle 1976 beim ersten Blasmusikfestival im Kurhaus Forbach den ersten Auftritt außerhalb der Ortsgrenzen und hatte kurz darauf in der Sendung "Klang und Sang" des Süddeutschen Rundfunks sogar einen Radioauftritt.

Frühjahrskonzert als Herausforderung

Im Jahr 1979 begannen die ersten Mädchen ihre Ausbildung, das nicht etwa an der Klarinette, wie bei vielen Nachbarvereinen üblich, Trompeten und Posaunen standen dafür zur Verfügung. 30 Jahre lang blieb Bertold Bäuerle musikalischer Leiter der Kapelle, bevor er im Alter von 70 Jahren den Dirigentenstab an Bernd Klumpp weiterreichte, ebenfalls ein Eigengewächs des Vereins.

Mit dem jungen Dirigenten kam das jährliche Konzert im Frühjahr als neue Veranstaltung und auch als neue Herausforderung für die Musiker hinzu. Das Repertoire erweiterte sich immens. Auch die Nachwuchsarbeit wurde von Bernd Klumpp in den vergangenen 20 Jahren mit viel Herzblut weiter vorangetrieben. Zwischenzeitlich konnte man auf die stolze Anzahl von über 30 Aktiven blicken.

Doch nicht nur 30 momentan in der Kapelle Tätige, sondern auch viele ehemalige Musiker werden am Freitag, 12. Oktober, bei der Geburtstagsfeier des Musikvereins im "Haus des Gastes" auf der Bühne gemeinsam musizieren. Die Feier beginnt um 19.30 Uhr mit einem Sektempfang und ist als abwechslungsreicher Rückblick geplant, der sowohl musikalisch als auch in Wort und Bild keine Langeweile aufkommen lassen soll.

Zum runden Geburtstag eines Musikvereins gehört aber auch ein Fest, bei dem man zünftig feiert und es "mal wieder so richtig krachen lassen kann": Am Samstag, 13. Oktober, steigt deshalb um 19.30 Uhr die dritte "Hundsbacher Scheunenfete". Auch dieses Mal wird im passenden Ambiente der mit viel Liebe zum Detail dekorierten Halle mit Musik und Spielen für Spaß und gute Laune gesorgt.

Neben der Gesamtkapelle werden sowohl die "alte" als auch die "neue" kleine Besetzung mit alten und neuen Hits für Stimmung auf den Bänken sorgen und zum Mitklatschen, Mitsingen und Mittanzen animieren. Auf dem Programm stehen Gassenhauer von den Oberkrainern über die "80er KULTtour" und Andreas Gabaliers "Hulapalu" bis hin zu "Wonderwall" von Oasis. Gesanglich wird die Musikkapelle wieder von Andreas Cornelisen unterstützt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

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