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"Geschmackliches Supererlebnis"
Winzer Rainer Iselin ist dieses Jahr begeistert von der 'tipptopp' Qualität der Weintrauben.  Foto: Gareus-Kugel
20.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Gernsbach - "Die Reben sind so schön wie selten. Die Trauben hängen tipptopp gesund da", freut sich Rainer Iselin und prognostiziert, "das wird ein besonders toller Wein. Kenner dürfen sich auf ein geschmackliches Supererlebnis freuen!" Ja, der Gernsbacher Bio-Winzer hält es für möglich, dass die Qualität seiner edlen Tropfen sogar die des legendären Jahrgangs 2003 übertrifft.

Damals herrschte der letzte Jahrhundertsommer: Sonne satt, so wie heuer. "Die viele Sonne hat nicht geschadet", stellt Iselin zufrieden fest, als er die üppig wachsenden blauen Trauben über den Hängen von Staufenberg in der Hand hält. "Es herrschte kein Pilzdruck. Wir brauchten nur ein paar Kilogramm Schwefel, um vor Krankheiten gefeit zu sein", berichtet der 62-Jährige. Mit der Lese auf seinen fünf Hektar Fläche begann er am Montag. In drei Wochen sollen alle Trauben geerntet sein. Bereits Ende August hatte das andere renommierte Gernsbacher Weingut, Schloss Eberstein, die Ernte in Angriff genommen. Besitzer Jürgen Decker erwartete auch von der Sonne verwöhnten badischen Wein: "Die Reben stehen bilderbuchmäßig da", frohlockte der Winzer.

Wie Decker und das Deutsche Weininstitut (DWI) erwartet Iselin "sehr gute Mengen und eine sehr gute Qualität". Diese sei in dieser Kombination selten. Der positive Effekt der Trockenheit sei größer als vereinzelte Trockenschäden, erläutert das DWI. "Uns ist zwar viel weggetrocknet, aber das ist gut für die Qualität", ordnet Iselin den "trockenen Sahara-Wind, der noch durchs Land streicht", ein. Dank regelmäßiger Bewässerung der Humusschicht seien kaum Verluste zu beklagen. Nach den schlechten Jahren 2016 und 2017 mit früher Lese, bei der die "Qualität der Trauben nicht so gut war", erwartet der Gernsbacher "jetzt mehr Geschmack, aber auch einen höheren Alkoholgehalt". So verschmerzt es der Bio-Winzer mit dem markanten Schnauzbart gerne, dass er wie im Vorjahr wohl wieder nur rund 12000 Liter abfüllen kann.

Dass die Zeit reif ist für die Ernte, unterstreicht Iselin, dessen Weingut seit 1977 besteht: "Wenn die Trauben noch weiter reifen und von der Sonne gemartert würden, würde der Wein melancholisch", will dies der Murgtäler verhindern. Exakte Messungen hat der 62-Jährige noch nicht vorliegen, der Weingut-Besitzer erwartet seine Burgunderweine aber "bei 90 bis 100 Grad Oechsle". Nicht nur deswegen sieht er keinen Anlass, eigene "Designer-Weine" zu kreieren. "Natürlicher Biowein" bleibt für ihn das Nonplusultra.

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