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Es fehlen Flaschen
25.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Hänger um Hänger rollt an, von morgens bis abends werden Säcke geschultert, wird abgeladen, wird gepresst und abgefüllt. Seit Ende August läuft es wieder bei der Kelterei Pregger in Ottenau. Gut getaktet und ohne überlange Wartezeiten -doch jetzt droht Stillstand: Flaschennot. "Wenn nichts passiert, kann ich am Samstag die Produktion einstellen", schnauft Inhaber Kurt Pregger.

"Letztes Jahr nicht viel los, dieses Jahr könnte man abfüllen - und es fehlt an Flaschen", blickt der Ottenauer auf die Frostschäden von 2017 und die nun folgende Superernte.

Der Kelterei-Betreiber appelliert an seine Kunden: "Wer im Keller Kisten mit Saftflaschen stehen hat, soll sie bitte herbringen." Denn andernfalls bliebe ihm in wenigen Tagen keine andere Wahl als das: "Ich könnte keine Äpfel mehr annehmen."

Zumindest für das Lohnmosten würde das gelten, also für Privatleute, die ihre Äpfel anliefern und den Saft davon wenige Minuten später gleich mitnehmen können.

Auch bei der Seifermann-Fruchtsaft GmbH in Ottersweier kennt man das Problem. "Leergut ist knapp", bestätigt Geschäftsführerin Inge Layer, "die Leute geben die Sechserkisten mit leeren Flaschen woanders ab."

Dies führt nicht nur zu Knappheit, sondern zu hohen Kosten bei den Abfüllern, weiß Kurt Pregger. Denn die Keltereien müssen die Flaschen dann auswärts besorgen, das sorgt für unnötige Transportkosten. Hinzu kommt in diesem Jahr: Nahezu nirgends kann man noch Paletten mit Leergut bekommen.

So drängend wie derzeit in Baden-Württemberg ist das Problem in ganz Deutschland nicht, bestätigt der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF). Unter seiner Regie ist die Organisation der Bestände an Mehrwegflaschen. Normalerweise kann der Bedarf an Flaschen bundesweit über den Bestand geregelt werden; neu produziert wird nur die Menge an Flaschen, die recycelt wird.

Warum aber ist die Lage gerade im Südwesten so ernst? "Da hängen die Bäume voll", heißt es beim VdF. Aber das alleine ist es nicht. Denn traditionell sei der Streuobstanbau nirgends so ausgeprägt wie in Baden-Württemberg, hier gebe es auch die höchste Dichte an Keltereien. Hinzu kommt: Die oft ausgefallene Ernte führte dazu, dass in vielen Kellern noch die leer getrunkenen Flaschen von der Ernte 2016 vor sich hinstauben.

Kurt Pregger appelliert deshalb an alle, die ein paar Kisten herumstehen haben: "Wer Flaschen hat, bitte vorbeibringen - täglich von 8 bis 22 Uhr."

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