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Nutzungsmix mit Naherholungswert
Blick auf das Pfleiderer-Areal, wo Wohnungen, Gewerbe-, Büro- und Einzelhandelsflächen entstehen sollen. Foto: compusign
26.09.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (stj) - Bei acht Gegenstimmen aus der CDU-Fraktion hat der Gemeinderat beschlossen, eine ganzheitliche Nutzung für das Pfleiderer-Areal anzustreben und diesbezüglich die Verwaltung ermächtigt, entsprechende Verhandlungen mit der Firmengruppe Krause als möglichem Projektträger aufzunehmen.

Das Konzept sieht umfassende Nutzungsmöglichkeiten für das 25000 Quadratmeter große Areal auf der rechten Murgseite vor: Wohnbebauung, Gewerbe-, Büro- und Einzelhandelsflächen. Die Murg soll für die Bürger frei erlebbar sein und der Naherholungswert betont werden. Zudem sieht das Städtebaukonzept vor, das Grundstück für diese Nutzung weitgehend von Altlasten zu befreien. Weiter schrieb der Gemeinderat fest, dass sich der Projektträger in maßgeblichem Umfang an der Finanzierung eines Verbindungsstegs zur Altstadt und an der Finanzierung der öffentlichen Verkehrswege beteiligen muss.

Bürgermeister Julian Christ ist zufrieden: "Die Forderungen sind jetzt klar artikuliert. Neben einer weitgehenden Sanierung der Altlasten hat sich der Gemeinderat parteiübergreifend für einen Nutzungsmix ausgesprochen." Zudem betont Christ, das Verhandlungsmandat sehr ernst zu nehmen: "Ich werde mit den vom Gemeinderat aufgestellten Forderungen in ergebnisoffene Verhandlungen mit der Krause Gruppe gehen, um für Gernsbach die beste Lösung zu finden. Das mögliche Ergebnis der Verhandlungen wird dann der Gemeinderat bewerten."

Steffen Fetzner (Freie Bürger) nannte die städtischen Forderungen an den Projektträger "weitläufig, ehrgeizig, aber durchaus angemessen". Man leide in Gernsbach unter einem großen Kaufkraftabfluss. "Jetzt haben wir die Chance, dem entgegenzuwirken." Während die zwei von der Krause-Gruppe geplanten Discounter (gesamte Mindestverkaufsfläche 3500 Quadratmeter) bei den Freien Bürgern und der SPD keine Bauchschmerzen verursachen, ist dies bei den Grünen und der CDU anders. "Die Discounter sehe ich problematisch. Ich glaube nicht, dass das Thema Einzelhandel im Moment schlecht gelöst ist in Gernsbach", argumentierte Thomas Hentschel (Grüne).

Und die Christdemokraten wollten gar festgeschrieben wissen, dass bei der Entwicklung des Pfleiderer-Areals keine großflächigen Einzelhandelsbetriebe zulässig sind. Ebenso machte sich Fraktionssprecherin Frauke Jung dafür stark, bei der Altlastenentsorgung auf das Wort "weitgehend" zu verzichten und forderte "größtmögliche Transparenz" bei den Verhandlungen, in dem Vertreter der Fraktionen und der Bürgerinitiative Giftfreies Gernsbach mit am Tisch sitzen. Zu guter Letzt wiederholte sie die Forderung nach einem städtebaulichen Wettbewerb, um mehr als nur einen Investor mit ins Boot zu holen.

Bürgermeister Christ lehnte diese Modifikation des Forderungskatalogs ab und sprach gar von einem Misstrauensantrag gegenüber der Verwaltung. Wenn man die von der CDU beantragten Ergänzungen übernehme, reduziere man den Verhandlungsspielraum der Stadt nahezu auf null. Letztlich stimmten mit Ausnahme von acht CDU-Gemeinderäten alle anderen gegen diese Modifikation. Genau andersherum war es schließlich bei der Abstimmung zum Verwaltungsvorschlag. Abgelehnt wurde von der Mehrheit auch ein Ideenwettbewerb. So erinnerte Steffen Fetzner an die "Luftschlösser", die ein solcher einst im Bereich der Innenstadt zutage gebracht habe. Und Guido Wieland (SPD) ergänzte, dass es überhaupt keine Nachfrage anderer Investoren gebe, die an einer Entwicklung des vergifteten Geländes Interesse hätten.

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