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Zukunftsvision: Lernen in virtueller Fabrik
Die Kreistagsmitglieder machen sich ein Bild von der energetischen Sanierung der Papiermacherschule (links). Im Bild rechts erklärt Christian Bruder, der Leiter der Handelslehranstalt Gernsbach (rechts), vor welchen Herausforderungen die Kreisschule in den kommenden Jahren steht.Juch
27.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach - Die Digitalisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche stellt Schulen und Schulsysteme derzeit vor große Herausforderungen. Studien weisen für Deutschland seit Jahren sowohl in Bezug auf die schulische Nutzung digitaler Medien als auch hinsichtlich einer modernen schulischen IT-Ausstattung auf deutliche Entwicklungsbedarfe hin. Dass dies auch in der Handelslehranstalt und in der Papiermacherschule Gernsbach so ist, davon konnte sich am Dienstag der Rastatter Kreistag ein Bild machen.

"Ein ganz großes Problem für uns ist die Modernisierung der EDV-Strukturen", bestätigte Christian Bruder. Der Leiter der HLA Gernsbach möchte den Informatikbereich seiner Schule stärken und verwies diesbezüglich auch auf den Mangel an Ingenieuren, der in Deutschland herrsche und den man mittel- und langfristig nur über entsprechend gut ausgerüstete Schulen beheben könne. Landrat Jürgen Bäuerle sagte Unterstützung zu. Das Amt für Finanzen, Gebäudewirtschaft und Kreisschulen habe die neue Verkabelung der Bildungseinrichtung schon in Auftrag gegeben, weitere Maßnahmen sollen folgen. Zum Beispiel Investitionen in den Chemieraum, in dem moderne Lernformen aufgrund der veralteten Ausstattung kaum möglich seien: "Wie wollen sie hier im Frontalunterricht junge Leute für Naturwissenschaften begeistern?", unterstrich Bruder die Notwendigkeit.

Priorität genieße in den nächsten Jahren auch die Barrierefreiheit. Diesbezüglich herrscht in der HLA vor allem baulich großer Nachholbedarf. Aktuell habe man einen Schüler, der im Rollstuhl sitzt, was die Schule derzeit noch organisatorisch lösen könne. Dies sei aber keine dauerhafte Option. Im Treppenhaus sei es aus Platzgründen nicht möglich, einen Lift anzubringen; einzig ein Aufzug komme infrage, um Schülern mit Handicap künftig die oberen Etagen zugänglich zu machen. Auch die Toiletten sind alles andere als behindertengerecht.

"Inklusion ist ein ganz wichtiges Thema für uns", betonte Bruder. Um die leben zu können, benötige man aber die notwendigen Mittel, um das Gebäude für diese Anforderungen fit zu machen. "Es ist für uns keine Frage, dass wir das angehen werden", kündigte der Landrat an. So gut wie abgeschlossen ist der Umbau des Kiosks, der für den Ganztagsunterricht unabdingbar war, wie der Schulleiter sagte. 75000 Euro hat der Landkreis dafür ausgegeben.

Deutlich mehr musste man für die energetische Sanierung der Papiermacherschule investieren. Projektleiterin Roswitha Preißer und Jochen Klebsch, Sachgebietsleiter Hochbau, Gebäudewirtschaft (beide vom Amt für Finanzen, Gebäudewirtschaft und Kreisschulen), erläuterten den Kreisräten den Baufortschritt der insgesamt rund 1,8 Millionen Euro teuren Maßnahme. Im dritten und vierten Bauabschnitt, für den jetzt die Ausschreibungen laufen, wird die Außenhaut der Papiermacherschule energetisch auf den neuesten Stand gebracht, hinzu kommen Brandschutzmaßnahmen, die Erneuerung der Beleuchtung und die Sanierung der Toilettenanlagen (Scheffelstraße).

Vor dem Rundgang hatte der neue Leiter der Papiermacherschule, Matthias Walter, zusammen mit seinem Stellvertreter Armin Böck die Kreisräte im Pavillon begrüßt. Auch Walter verwies darauf, dass die "Digitalisierung eins der wichtigsten Zukunftsthemen in der Schule" sei. "Wir brauchen klar formulierte Ziele, um die Schule auf diese neue Welt vorzubereiten." Der Schulleiter nannte das Stichwort "Virtual Reality". Das könne die Ausbildung der Zukunft sein - etwa in Form einer virtuellen Papiermaschine oder gar einer virtuellen Papierfabrik, in der die Schüler künftig lernen.

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