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Lob von der Ministerin
Susanne Eisenmann (rote Weste) lässt sich von Schulleiter Volker Bachura (rechts) die Funktionsweise des E-Buggy erklären. Foto: Senger
28.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Das hörten nicht nur Schulleiter Volker Bachura und seine Kollegen gerne, auch Landrat Jürgen Bäuerle durfte zufrieden sein. "Absolut zukunftsträchtige Ausbildung", lobte Kultusministerin Susanne Eisenmann gestern die Carl-Benz-Schule, "so, wie man es sich wünscht."

Da hatte die CDU-Politikerin, sie kam auf Einladung ihrer Parteifreundin und Landtagsabgeordneten Sylvia Felder nach Gaggenau, sich gerade die Umsetzung des Themas Hochvoltaik im Unterricht erklären lassen. Ein wichtiges Thema nach Einschätzung der Ministerin, denn wenn E-Mobilität um sich greife, was wünschenswert sei, "wird in jeder Kfz-Werkstatt ein Fachmann dafür gebraucht."

Als letzte Station ihrer "Sommertour E-Mobilität" hatte Felder die Ministerin nach Gaggenau eingeladen. "Viele Ideengeber, viele Schaffer" gebe es an der CBS. Ein Ball, den Schulleiter Bachura gerne aufgriff. "Adaptieren, wo es hingehen kann", sei eines der wichtigen Prinzipien an seiner Einrichtung. So habe man schon 2009 das Thema E-Mobilität im Rahmen von Schülerprojekten aufgegriffen mit der E-Tankstelle und dem E-Buggy. Viele weitere Schülerprojekte folgten. Das Motor-E-Cycle zum Beispiel - und auch das autonome Fahren hat man bereits an der Schule im Blick.

Busse mit Besuchern aus Ägypten oder Singapur machen sich ein Bild von der Schule, berichtete Bachura. Im Ausland sei das Interesse gerade an der Elektromobilität größer als hierzulande, gab er zu bedenken. Dies konnte Landrat Bäuerle bestätigen und berichtete von aufwendiger Aufklärungsarbeit, aber letztlich bislang geringer Resonanz seitens der Industrie auf das Angebot der Fachschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität. Eisenmann versicherte, dass das Land den Spielraum habe und auch nutzen werde, die Schule hier zu unterstützen. Denn mit einer Fachschule für Elektromobilität werde ein Zukunftsprojekt betrieben, das zu denen gehöre, die Baden-Württemberg brauche.

"Lernen 4.0" so Bachura, sei einer der Faktoren, die "Lernfabrik" in die Zukunft zu führen. Dazu müsse man "Schule komplett neu denken". Sehr wichtig sei auch der Ansatz "Wirtschaftsethik 4.0", sagte Eisenmann anerkennend, denn die Digitalisierung dürfe "nicht zum Mantra werden".

Es war fast wie im Auto-Salon in den Lehrräumen der Schule, und die Ministerin staunte nicht schlecht über die auseinander- und wieder zusammengebauten Fahrzeuge und die Kompetenz in Sachen Mobilität. So plant man an der CBS bereits Angebote für Feuerwehren - damit sie gerüstet sind für den Fall, dass sie ein elektrisches Unfallauto aufschneiden müssen. Sylvia Felder ihrerseits richtete den Blick auf die Kfz-Werkstätten, für die sich mit Hochvoltaik ein wichtiges Betätigungsfeld eröffne.

"Tolles Netzwerk mit anderen Schulen", lobte Eisenmann die Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen des Landkreises. Im Gespräch mit den Leitern weiterer Berufsschulen ging es im Anschluss unter anderem um den Lehrermangel. Dieser sei unterm Strich einem Mangel an Bewerbern geschuldet.

Weiteres Thema war auch die Digitalisierung an Schulen. So konnten andere Schulleiter von Erfolgen berichten beim Einsatz von Tablets im Unterricht. Pilotprojekte gibt es auch an der Josef-Durler-Schule (3-D-Druck). Vor diesem Hintergrund konnte die Ministerin mit einer Liveübertragung in den neu eingerichteten 3-D-Druck-Raum mit zehn Druckern neue Einblicke erhalten.

Bereits am Dienstag war der Kreistagsausschuss für Schulen und Kultur zu Gast. Ein Thema dabei: das Glasdach. Nach rund drei Jahrzehnten ist es den Niederschlägen nicht mehr gewachsen. Auch Eimer mussten bereits aufgestellt werden. Zwischen rund 300000 Euro und 850 000 Euro bei Komplettaustausch mit energetischer Sanierung reichen derzeit die Kostenschätzungen.

An der Carl-Benz-Schule in Gaggenau werden derzeit knapp 1000 Schüler unterrichtet. 80 Prozent davon im Dualen System mit den Ausbildungsbetrieben. 60 Prozent der Schüler sind bei Daimler in der Region beschäftigt.

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