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Das Ziel war mehr als nur der Weg
01.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Genau 801 Teilnehmer hatten sich für den zweiten Gaggenauer Spendenlauf bis zum Meldeschluss eintragen lassen. Vermutlich wären am Samstag bei schönstem Wetter und bester Stimmung noch spontan viele Menschen bereit gewesen, ein paar Runden für einen neuen Rollstuhl-Transportbus der Lebenshilfe zu gehen oder zu laufen. Das aber war aus organisatorischen Gründen nicht möglich, da für die Läufer vor Beginn eine elektronisch präparierte Startnummer und ein Chip ausgegeben wurden: Mit deren Signalen wurde die Rundenanzahl aufgezeichnet.

Damit wurde zwar das von Stefan Schwab, dem Organisator des ersten Spendenlaufs für die Gaggenauer Altenhilfe von 2013, angepeilte Ziel von 1000 Teilnehmern nicht erreicht, aber das beeinträchtigte die Veranstaltung absolut nicht. Nicht zuletzt meldeten sich spontan einige Firmen, die unabhängig von den mit den Hauptsponsoren vereinbarten Beträgen je gelaufener Runde weitere Spenden zusagten. Insgesamt wurden 8315 Runden mit jeweils rund 900 Metern Länge zurückgelegt.

Bereits zum Start um 12 Uhr vor der Kirche St. Josef herrschte rundherum Volksfeststimmung. Auf der ersten Runde gab es in den vorderen Reihen noch etwas Gedränge, das sich mit der Zeit aber lichtete. Ganz vorne liefen mit der Startnummer 1 Oberbürgermeister Christof Florus und mit der 7 Stefan Schwab. Es folgte das Team der Stadt Gaggenau mit einer großen Teilnehmerzahl. Neben vielen Einzelläufern tauchten immer wieder Mannschaften in Vereinstrikots oder private Gruppen am Start auf und machten sich auf die erste Runde.

Für eine Überraschung sorgte kurz nach Beginn eine Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Gaggenau. Was zunächst nach Gestalten aus einem Science-Fiction-Film aussah, entpuppte sich als Teil des ABC-Zugs, dessen Mitglieder sich in Schutzausrüstung inklusive Atemgerät mit zusammen 26 Kilogramm Gewicht auf den Weg machten. Wie der sie begleitende Abteilungsleiter, Ralf Riedinger erklärte, nutzen die insgesamt 18 Personen den Spendenlauf nebenbei als Trainingseinheit für das Konditionstraining. Allerdings können sie nur maximal 25 Minuten in dem hermetisch von der Außenluft abgeschlossenen Anzug verbringen - daher war aus Sicherheitsgründen auch nur eine Runde geplant.

Viele, viele Helfer unterstützen

Das war aber nur der Anfang. Viele Gaggenauer Feuerwehrfrauen und -männer beteiligten sich mit Mannschaften von je fünf Personen ununterbrochen vom Beginn bis zum Ende um 18 Uhr am Spendenlauf - darunter viele in kompletter Einsatzausrüstung. Eine beachtliche Leistung. Aber auch die anderen Teilnehmer hatten, wie man sehen konnte, viel Spaß. Unterwegs waren Freunde der Lebenshilfe, Sponsoren, viele SG-Stern-Mitglieder, die jungen Damen der Tanzgruppe des Goethe-Gymnasiums in Tanzkostüm, viele Laufgruppen der Lebenshilfe selbst und viele andere Gruppen mehr aus Gaggenau, Ottenau und darüber hinaus.

Egal, ob als gemütlicher Spaziergang mit Kind und Hund oder im Tempo eines Leistungssportlers: Dabei sein und Gutes tun war die Devise für alle. Entlang der Strecke in der Fußgängerzone sorgten die "Murgtal-Chuchi" und die Familie Reiling mit Lamm-Ragout, Mangoschaum-Törtchen oder mit vegetarischen Burgern für das leibliche Wohl. Ebenso der Türkische Schulelternverein, der die Lebenshilfe bei fast allen Veranstaltungen unterstützt, die Lebenshilfe selbst mit Flammkuchen und Würsten sowie Fleischkäseweck. Kaffee, Kuchen und Waffeln gab es beim Förderverein der Hans-Thoma-Schule. Sie alle spenden ebenfalls ihre Erlöse für die Aktion.

Ski-Club Gaggenau und TB Gaggenau unterstützten bei der Organisation. Für Unterhaltung sorgten die Band "Angekommen" des Vereins Lebenswertes Murgtal, die überwiegend mit Flüchtlingskindern besetzt ist, die Band "Inkluba" der Lebenshilfe und zum Abschluss das Duo "2 cool" mit Maike Oberle und Gerald Sänger.

Das DRK, Ortsgruppe Gaggenau, meldete keine einzige Verletzung und konnte somit von einem ruhigen Nachmittag berichten.


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