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Spielen und basteln in freier Natur
Eine Torte zur Eröffnung des 'Spielwalds': Florian Kreuzer (von links), Sabine Huck, Thomas Hentschel, Sylvia Felder, Julian Christ und Mitgesellschafter Thomas Hesse. Foto: Uebel
02.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Dagmar Uebel

Gernsbach - Der gestrige Montag hat das Potenzial, nicht vergessen zu werden: Nicht von Bürgermeister Julian Christ, nicht von Sabine Huck, Geschäftsführerin der Spielwiese gGmbH, nicht von Florian Kreuzer, Erzieher und seit gestern Kindergartenleiter, und nicht vom Gernsbacher Schwarzwaldverein. Erst recht nicht von den Mädchen und Jungen im Vorschulalter und ihren Eltern, die ab sofort in den Genuss des ersten Waldkindergartens in der Papiermacherstadt kommen.

Keinesfalls zu vergessen die Kinderbetreuerinnen Lara Werner, Anna Schneider und Mariella Nesselhauf, die sich fortan um das Wohl der anvertrauten Kinder kümmern werden. Seit Montag besuchen die Drei- bis Sechsjährigen den neu gegründeten Waldkindergarten. Es ist der erste neue Kindergarten in Gernsbach seit 20 Jahren. "Endlich", sagte Kreuzer bei der kleinen Feierstunde mitten im Wald vor dem Bauwagen am Fuße des Naturfreundehauses. Es folgte Hucks Dank an alle, die durch ihre gute Zusammenarbeit zum Erfolg beigetragen haben.

Bürgermeister Christ sprach seine Genugtuung darüber aus, dass dieses Projekt so schnell und unbürokratisch gelungen sei. Seine Wünsche für gutes Gelingen unterstrich er mit einer Spende von 200 Euro an den Kindergartenleiter. Und er zückte gern das große Messer, schnitt die große Marzipantorte an, deren Stücke bei allen Feierstundenteilnehmern auf guten Appetit stießen. Die Kinder indes bewiesen schon mal an einem zwischen hohen Bäumen gespannten Spielgerät ihre Geschicklichkeit.

Die Anfänge solcher Einrichtungen liegen im Dänemark der 1950er Jahre. Bis zur Einrichtung erster derartiger Kindergärten in Deutschland mussten noch etwa 40 Jahre vergehen. Abweichend von Vertrautem, aber ergänzend zu den gängigen Einrichtungen der Kinderbetreuung halten sich die Vorschulkinder und ihre Erzieherinnen und Erzieher überwiegend im Wald, immer jedoch an der frischen Luft auf. Da die Natur alle Funktionen von Gruppen-, Bastel-, Turn- und Speiseraum erfüllt, können sich die Jüngsten frei in der Natur bewegen, sie spielend und bastelnd kennenlernen, ohne dass dabei die Vorbereitung auf die Schule auf der Strecke bleibt. In Rastatt nennen sich die Steppkes "Wurzelzwerge", in Gaggenau streifen sie als "Waldhummeln" durch die Natur. In der "Perle an der Murg" nennt sich die neu geschaffene Einrichtung "Spielwald Gernsbach".

Altes Naturfreundehaus wird ertüchtigt

Standort des Waldkindergartens (unter Trägerschaft der "Spielwiese gGmbH", Baden-Baden) ist der Stadtwald im Gewann "Im Grund". Dass die Kinder bei aller Begeisterung auch eine mobile Schutzunterkunft brauchen, versteht sich fast von selbst. In Gernsbach steht ihnen dafür ein vom Kindergarten Fliegenpilz nicht mehr benötigter Bauwagen zur Verfügung. Sollte das Wetter den Aufenthalt im Freien gar nicht erlauben, wird mittelfristig - nach den notwendigen Renovierungsarbeiten - das leerstehende Naturfreundehaus die Herbergsfunktion erfüllen. Das Haus befindet sich nach Vereinsauflösung im Besitz der Stadt. Mittelfristig: Das kann also noch etwas dauern. Anfang Oktober, wenn der Winter vor der Tür steht, sorgte dies zunächst für vereinzelte Sorgenfalten bei den Eltern.

Gleichzeitig sorgte es für ein zufriedenes Lächeln bei Richard Herzig, dem Vorsitzenden des Gernsbacher Schwarzwaldvereins: "Wir springen ein. Unser Heim in der Faltergasse kann bei besonders schlechter Witterung bis zur Beendigung aller Arbeiten in und am Naturfreundehaus den Kindern von Montag bis Freitag eine sichere Unterkunft bieten, ohne dass unsere eigenen Vereinsaktivitäten darunter leiden."

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