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Widerstand gegen die Krachmacher
Mit einem Display versucht die Stadtverwaltung den Lärm am Ortsausgang von Michelbach zu verringern.  Foto: Stadt Gaggenau
02.10.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red) - Eine Podiumsdiskussion zum Thema Verkehrslärm findet am Donnerstag, 18. Oktober, ab 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses statt. Unter anderem nimmt daran Thomas Marwein teil. Er ist der Lärmschutzbeauftragte des Landes Baden-Württemberg.

"Straßenverkehrslärm - namentlich der vermeidbare und überflüssige, weil willkürlich durch entsprechende Fahrzeuge und Motorräder verursachte - ist eine Geißel der Menschheit gerade in unseren Breitengraden", schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Einladung. Nicht zuletzt könne dieser Lärm längerfristig zu ernsthaften Erkrankungen führen.

Veranstalter ist der Gaggenauer Arbeitskreis Umwelt und Natur (AKU). Oberbürgermeister Christof Florus lädt alle Interessierten dazu ein.

"Der Motor springt mich an... was passiert, wenn einem die ersten Zündungen in die Ohren ballern. Seine sportlichen Gene kommen in einem leichten Naked Bike wie der neuen Duc voll zum Tragen und werden die Vollgasfans begeistern" - zitiert die Pressestelle des Rathauses aus "motorrad online" vom Frühjahr dieses Jahres.

Dieser Sichtweise entgegnet Folker Hahn vom AKU: 18000 Bürgerinitiativen gegen Straßenverkehrslärm gebe es in Deutschland, "das bedeutet, dass es auf 4500 Einwohner, also in jeder Kleinstadt, eine solche Initiative gibt."

Seit mehr als einem Jahr hat sich der AKU des Themas angenommen. Die Idee des AKU, sich mit dem Thema im Rahmen einer Podiumsdiskussion auseinanderzusetzen, entstand bei Gesprächen am "Runden Tisch" der Arbeitskreise Stadtmarketing.

Der Lärmschutzbeauftragte Marwein wird das Eingangsreferat halten. Weitere Teilnehmer auf dem Podium: OB Florus, Dieter Spannagel (Amtsleiter Bürgerservice und Ordnung), Peter Westermann (Leiter der Verkehrspolizei Baden-Baden), Dirk Johae (Motor Presse Stuttgart), Thomas Hätty (ADAC) sowie zwei Gaggenauer Bürger: Uwe Knauer als langjähriger Motorrad-Berufspendler und Konstantin Rost von der "Interessengemeinschaft gegen Lärm L613 Michelbach". Moderatorin der Veranstaltung ist Jutta Walter.

Die IG Lärm Michelbach hat mit Unterstützung des AKU und in Zusammenarbeit mit der Stadt bereits einige Ziele erreicht. Auffallendste Maßnahme ist das Lärmdisplay am Ortsausgang von Michelbach in Richtung Moosbronn. Außerdem gibt es auf der Strecke nach Moosbronn Geschwindigkeitsbegrenzungen vor allem an der Bushaltestelle "Mayersbild" und Schilder "Drehzahl runter" an beiden Ortsausgängen.

Ziel der geplanten Podiumsdiskussion ist die Information der Bürger über:

Lärm-Hotspots in Gaggenau.

Maßnahmen zur Lärmminderung, die in Gaggenau bereits erfolgt sind.

Gesetzliche Bestimmungen bezüglich Lärmimmission, also die Auswirkung des Lärms auf Umwelt und Menschen.

Messmethoden und Regularien für die Zulassung von Kraftfahrzeugen, die Herstellern von Kraftfahrzeugen großen Spielraum für Manipulationen bieten.

Die zweifelhafte Rolle der Zubehör-Hersteller, die zum Beispiel sogenannte "Sound Design-Anlagen" anbieten, die in der Grundeinstellung den gesetzlichen Vorschriften genügen, aber, wie der Name schon sagt, in anderen Einstellungen Lärm produzieren, der zum Teil weit über den gesetzlich erlaubten Grenzwert hinausgeht.

Die Maßnahmen, die Kommune, Kreis, Land und Bund ergreifen wollen.

Die Rolle, die die Motor- Presse und der ADAC im Bezug auf das Lärm-Thema spielen wollen.

Was Bürger tun können, wenn sie durch mutwilligen Lärm belästigt werden.

Darüber hinaus soll die Diskussion in konkrete Forderungen münden, kündigt Organisator Folker Hahn an:

"Es wird schließlich die Forderung an die Politik ergehen, Maßnahmen zu ergreifen, um dem Lärmproblem wirksam zu begegnen, das heißt, dass Gesetze und Bestimmungen den Schutz vor mutwilligem Erzeugen von Lärm garantieren müssen."

Die Polizei muss so ausgestattet werden, dass sie die Einhaltung bereits bestehender Regelungen überwachen kann.

Schließlich werde ein Appell an die Motorsportvereine ergehen, ihre Mitglieder zur Rücksichtnahme bei der Ausübung ihres Hobbys zu ermahnen.

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