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Bohrkerne liefern wichtige Daten
13.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Ein Bohrgerät steht derzeit oberhalb des Rudolf-Fettweis-Werks. Auf der Hangseite ist die Maschine aufgebaut, die bis in eine Tiefe von 40 bis 60 Metern vordringt und so Bohrkerne mit einem Durchmesser von 146 Millimetern zutage fördert. Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) führt Erkundungsbohrungen für den Ausbau des Werks in ein Kavernenkraftwerk durch.

Die Bohrkerne werden zunächst im Krafthaus ausgelegt, fotografiert und von den Geologen begutachtet. An Teilen erfolgen im Labor weitere Untersuchungen und Tests, berichtet Ingo Kamuf, Projektleiter Bautechnik bei der EnBW.

Die talaufwärts führende Fahrspur der B462 oberhalb des Werks ist deshalb auf etwa 100 Meter gesperrt. Der Verkehr wird mit einer Ampel über die Gegenfahrbahn geleitet. Dadurch kann es zu Verzögerungen kommen.

Wenn alles planmäßig verläuft, soll die Fahrspur ab Mitte November wieder voll befahrbar sein. "Wir sind noch im Gesamtzeitplan", sagt Kamuf. Insgesamt sind 15 Bohrungen vorgesehen. Eine davon war horizontal vom Werksgelände aus geplant, um die Felslinie feststellen zu können. Diese habe allerdings nicht weit genug vorgetrieben werden können. Deshalb werde noch eine Vertikalbohrung vorgenommen, allerdings von der talseitigen Fahrbahnhälfte der B462 aus.

Die EnBW treibt ihre Planungen in Forbach weiter voran (wir berichteten). Eine neue Unterstufe als Kavernenkraftwerk im Berg oberhalb des bestehenden Kraftwerks ist geplant. 123 Meter Länge, 19 Meter Breite und 38 Meter Höhe sollen Platz für die Technik bieten, rund 400000 Kubikmeter Gestein und Abraum werden beim Bohren von Kavernen und Stollen anfallen, die Bauzeit soll etwa dreieinhalb Jahre betragen.

Diese Daten wurden bei der Vorstellung des Projekts im April in der Forbacher Murghalle genannt. Im Januar wurde beim RP Karlsruhe der Zulassungsantrag zur Vollständigkeitsprüfung eingereicht. Die technischen Planungen werden fortgesetzt.

Für die Ausschreibungsplanung sind weitere Messdaten zu Geotechnik und Hydrogeologie erforderlich. Eine Arbeitsgemeinschaft aus vier Fachfirmen nimmt die Erkundungsbohrungen vor. Jede verfüge über spezifische Bohrsysteme und erforderliche Erfahrung, betont der Auftraggeber. Die Bohrpunkte wurden so gewählt, dass Rad- und Wanderwege weiterhin genutzt werden können.

Bereits 2010/2011 fand im Zuge der Ausbaupläne eine erste Bohrserie im Bereich der geplanten Anlage statt. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für das geotechnische und hydrogeologische Gutachten zur Raumordnung und zur Planfeststellung. Das Genehmigungsverfahren soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein, dann wird der Baubeschluss der Unternehmensleitung erwartet.

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