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Wegen hoher Fixkosten: Grundgebühr steigt deutlich
Oberhalb der Talsperre entsteht derzeit das neue Wasserwerk Schwarzenbach zur Verbesserung der Trinkwasserqualität.  Foto: Haller-Reif
18.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - "Uns laufen die Kosten davon", erläuterte Kämmerer Thomas Spinner im Gemeinderat. Das Gremium beschloss, die Kalkulation für die Wasserversorgung für das Jahr 2019 umzustellen. Künftig soll die verbrauchsunabhängige Grundgebühr von bisher 1,75 Euro monatlich auf 4,20 Euro steigen, die Verbrauchsgebühr für den Kubikmeter Frischwasser von 2,54 Euro auf 2,31 Euro sinken. Mit einer Gegenstimme votierte der Gemeinderat für den Verwaltungsvorschlag.

Wasserproben, Chlorierungskosten und anstehende Investitionen sind Kostenfaktoren, die es bei der Neukalkulation zu berücksichtigen gilt. Hintergrund ist, dass mit der Erhöhung der Grundgebühr (bislang war diese als Zählergebühr erhoben worden) ein Teil der hohen Fixkosten für die Wasserversorgung gedeckt werden soll. Bei einem Verbrauch von 105 Kubikmetern Frischwasser jährlich liegen die Kosten nach der bisherigen und der künftigen Kalkulation in etwa gleich bei rund 316 Euro, verdeutlichte der Kämmerer an einem Beispiel. Durch die höhere Grundgebühr sollen rund 100000 Euro jährlich eingenommen werden, (Zählergebühr bisher rund 39000 Euro). Die Gebühr bezahlt jeder Forbacher Haushalt.

Derzeit gibt es insgesamt 1943 Zählerstellen. Mit der höheren Grundgebühr können auch die Haushalte mit nur geringen Verbräuchen, darunter die Ferienhäuser, stärker an der Abdeckung der Fixkosten beteiligt werden. Auch für diese Haushalte müsse eine Vorhalteleistung erbracht werden, heißt es in den Sitzungsunterlagen.

Achim Rietz (Freie Wähler) schlug vor, die Verbrauchsgebühren bei der bisherigen Höhe zu belassen, damit diese nicht im kommenden Jahr wegen der durchgeführten Investitionen, beispielsweise in das neue Wasserwerk Schwarzenbach, wieder erhöht werden müssten. Andreas Wacker (CDU) sprach sich dafür aus, die Grundgebühr zu erhöhen, um so die nur zeitweise genutzten Ferienhäuser mit einzubeziehen.

Auch Horst Fritz (SPD) sah im Verwaltungsvorschlag eine höhere Gebührengerechtigkeit wegen der Bereitstellungskosten. Jeder Nutzer müsse sich daran beteiligen, die Gebühr sich an den entstehenden Kosten orientieren. Werner Ruckenbrod (Freie Wähler) kritisierte, dass man mit der höheren Grundgebühr diejenigen bestrafe, die sparsam mit Wasser umgingen. Die Kalkulation werde jährlich neu berechnet, so Kämmerer Thomas Spinner. Dann könne man relativ schnell auf geänderte Gegebenheiten reagieren.

Einstimmig befürworte der Gemeinderat die Abwassergebühren für 2019. Die Schmutzwassergebühr sinkt von 3,14 Euro pro Kubikmeter auf 2,92 Euro. Die Niederschlagswassergebühr bleibt bei 42 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche.

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