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Rasanter Flug durch imaginäre Landschaften
Die Virtual-Reality-Brillen sollen eine Attraktion für die ganze Familie sein. Der Beifahrer vorne taucht in imaginäre Welten ab, der Fahrer behält den Überblick. Foto: Mahler
30.10.2018 - 00:00 Uhr
Von Adrian Mahler

Murgtal - Das Freizeitzentrum Mehliskopf startete jetzt mit dem dauerhaften Einsatz von Virtual-Reality-Brillen (VR) an der Bobbahn. Es ist deutschlandweit der erste Alpine Coaster mit dieser Technik, der so auf eine neue Art und Weise erlebbar wird.

Langsam fährt der Bob den Berg hinauf. Der Fahrer wartet gespannt auf den nahenden Adrenalinschub. Währenddessen hat der Beifahrer bereits das Gefühl, durch eine imaginäre Welt mit 360 Grad Rundumsicht zu fliegen. Von der Außenwelt bekommt er aufgrund der VR-Brille nichts mit, zumal es seine Aufgabe ist, Münzen einzusammeln.

Durch eine Drehung des Kopfes können die Taler mit einem Zielkreuz anvisiert und aufgehoben werden. So entdeckt der Beifahrer in allen Richtungen neue Details der virtuellen Landschaft. Schließlich ist der Bob ganz oben angekommen, und nach einem Countdown beginnt die rasante Abfahrt.

Dabei geht es für den Beifahrer rasant vor- und rückwärts durch einen Indianer-Canyon, über aztekische und ägyptische Pyramiden, durch Tempel, über die Chinesische Mauer und asiatische Dschunken. "Wir freuen uns, dass wir den Besuchern eine solch innovative Attraktion bieten können. Die Leute können selbst entscheiden, wie schnell sie die Strecke fahren möchten. Zusätzlich bieten wir auch eine abgeschwächte Version für Kinder an", berichtet Geschäftsführer Andreas Kern.

Trotz des kalten Wetters kamen einige Menschen zur Einweihung, sie waren allesamt von dem neuen Konzept begeistert. Zu den Gästen zählte auch Marc Ziegler, der Verkaufsmanager der verantwortlichen Firma Blakmill aus Frankreich: "In Deutschland gibt es insgesamt etwa 40 Bobbahnen, in Frankreich lediglich 20. Trotzdem sind in Frankreich bereits fünf Bahnen mit VR ausgestattet, in Deutschland ist dies der erste Alpine Coaster."

Für den Mehliskopf sei die virtuelle Welt lediglich für die Bergauffahrt angepasst worden, während die Abfahrt aus dem bisherigen Repertoire stamme. "Der große Unterschied zu den VR-Attraktionen im Europapark ist, dass wir mit dem Sammeln der Münzen ein interaktives Element für die Besucher eingebaut haben. Dadurch wird der Anfang interessanter", schwärmte der Verkaufsmanager. Zu Beginn befürchteten die meisten Anwesenden, es könne ihnen schlecht werden. Das Thema "Motion Sickness", wie die Übelkeit im Fachjargon genannt wird, habe auch Blakmill lange Zeit beschäftigt. Ziegler: "Unser Gehirn assoziiert automatisch die Abfahrt der Bahn mit dem sich bewegenden Bild in der VR-Brille. Ein Problem entsteht erst dann, wenn das Innenohr etwas anderes registriert als unsere Augen."

Kern erhofft sich, dass die Innovation auch Besucher anlockt, die noch nicht das Freizeitzentrum in der Nähe der Siedlung Sand besucht haben. Auf der Webseite vom Mehliskopf gibt es weitere Infos.

www.mehliskopf.de

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