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Tigermohren und Zwergwidder
Tigermohren und Zwergwidder
05.11.2018 - 07:10 Uhr
Von Elke Rohwer Gaggenau - Zahlreiche Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, besuchten am Wochenende die Lokalschau des Kleintierzüchter-Vereins Gaggenau in der Festhalle in Bad Rotenfels. Insgesamt waren rund 60 Kaninchen, 60 Hühner, Zwerghühner und Puten sowie rund 70 Tauben ausgestellt.

In der herbstlich geschmückten Festhalle lud unter anderem die Voliere mit den Grünflügeltauben zum Verharren und B eobachten ein. Eine besondere Augenweide war auch das Grüppchen von Mandarin- und Brautenten sowie farbenprächtigen Goldfasanen. Unter den ausgestellten Hühnerarten stachen die Vertreter der Rasse Cemani, pechschwarz vom Schnabel bis zu den Krallen, aus der Menge heraus.

Wer bisher die Meinung vertrat, dass alle Tauben langweilig und gleich aussehen, wurde vom Gegenteil überzeugt: Es wurde wieder einmal deutlich, dass jede Rasse ihre ganz eigenen Reize hat, das gilt für die zierlich wirkenden Italienischen Mövchen ebenso wie für die Süddeutschen Tigermohren oder die Pfautauben mit ihrem fächerförmigen Schwanz.

Entspannt und in sich ruhend verfolgten die Kaninchen den Besucherandrang. Viele der jüngeren Besucher waren ganz verzaubert von den verschiedenen Arten und hätten sicherlich gerne einen Zwergwidder, ein Lohkaninchen oder einen der Farbenzwerge mit nach Hause genommen.

Neben den ausgestellten Tieren rundete eine Auswahl an Holzwaren das Angebot ab. So manche Schale, manches Vesperbrett und Kinderspielzeug wechselte den Besitzer. Außerdem bot Karlheinz Walter aus Moosbronn einzelne Exponate seiner Quarz-Kristalle an. Der Erlös ging an den Kleintierzüchterverein Gaggenau.

In diesem Rahmen präsentierten die Vereinsmitglieder der Fachjury ihre besten Tiere. Ingo und Sabrina Rigsinger wurden für ihre großen Hühner der Sorte Cemani ausgezeichnet. Bei den Zwerg-Hühnern setzte sich Helmut Tiedtke mit seinen Deutschen Zwerg Wyandotten blau durch, zweiter Vereinsmeister wurde Martin Moser mit seinen Zwerg-Strupphühnern. Bei den Tauben wurde Ulrich Hültenschmidt mit seinen Süddeutschen Tigermohren erster Vereinsmeister, gefolgt von Siegfried Rigsinger mit seinen schwarzflügeligen Kupfergimpeln.

Bei den Kaninchen, mittlere Rassen, setzte sich Martin Moser mit seinen Tieren Satin havannafarbig durch. Bei den kleinen Arten gewann Lothar Kölmel mit seinen Englischen Schecken vor Hansjörg Dietrich. Darüber hinaus wurde eines von Lothar Kölmels Kaninchen zusätzlich zum besten Tier der Schau gekürt. Im Bereich der Zwergrassen wurde Ulrich Prengel mit seinen Zwergwiddern Vereinsmeister, gefolgt von Ulrich Hültenschmidt mit seinen Farbenzwergen.

An die Lokalschau angeschlossen war in diesem Jahr auch die Brieftaubenausstellung der Reisevereinigung (RV) der Brieftaubenzüchter Rastatt. Rund 40 aktive Züchter aus dem Gebiet zwischen dem Murgtal und Kandel präsentierten insgesamt 116 Tiere. Beurteilt wurden die Tauben nach ihrer Leistung bei den einzelnen Preisflügen sowie nach ihrem Gesamt-Erscheinungsbild. Während Jungtauben bei den Preisflügen eine Strecke zwischen 70 und 300 Kilometer absolvieren, legen die erfahrenen Alttauben eine Distanz von bis zu 300 Kilometern zurück. Je nach Windstärke erreichen die Tiere dabei Geschwindigkeiten zwischen 70 und 120 Stundenkilometern.

Im kommenden Jahr feiert der Kleintierzüchterverein Gaggenau sein 110-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass ist im Herbst im Rahmen der Lokalschau 2019 ein kleiner Festakt geplant.

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