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Besuchermagnet: Mit Lupus durch die Märchen
Besuchermagnet: Mit Lupus durch die Märchen
06.11.2018 - 07:15 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel Gernsbach - Das Image des Wolfs ist nicht das Beste. Er kommt selten gut weg, nicht einmal im Märchen billigt man ihm sympathische Eigenschaften zu. Das letzte Mal hatten am Sonntag die Besucher des Infozentrums Kaltenbronn Gelegenheit, die Sonderausstellung "... und wenn der Wolf kommt? Alte Mythen und neue Erfahrungen" zu sehen und zu erleben. Thema des Familientags war der "Wolf im Märchen".

Vor rund einem Jahr ging das Infozentrum mit der Sonderausstellung an den Start. Sie entpuppte sich nach Aussage von Kristina Schreier, der Leiterin des Infozentrums, und Sharon Rakowski, Mitarbeiterin und Studentin der Geowissenschaften, zu einem Besuchermagnet. Nach ihrem Abbau gehen die Exponate zurück ins Waldhaus nach Freiburg, von dort wurden sie ausgeliehen. Die nächste Station ist Donaueschingen. Das Rahmenprogramm für Schulen zum Thema Wolf könne aber weiter gebucht werden, informierte Schreier. "Das brandaktuelle Thema Wolf hat uns natürlich in die Karten gespielt", resümierte sie und zog ein durchweg positives Fazit.

Das Interesse der Besucher am sozialen Leben des Raubtiers, seinem Speiseplan und den Umgang miteinander - nicht nur mit dem Wolf, sondern auch mit den anderen Wildtieren - war groß. Die Ausstellung begleiteten waldpädagogische Aktionen, besucht von 28 Schulen und Kindergärten. Rund 300 Holzwölfe wurden gebastelt. Die meisten der Ausstellungsbesucher kamen auf den Kaltenbronn, um sich über den Wolf zu informieren, wovon wiederum die Mehrheit am neutralen Informationsgehalt der Wolf-Ausstellung interessiert gewesen sei. Die Besucher bewegten laut Aussage von Rakowski zudem die Vorkommnisse in Bad Wildbad und Reichental. Warum tötet der Wolf immer mehrere Schafe, obwohl eins zum Überleben genügen würde? Ein solches Verhalten vermittele Angst, das den Verdacht nähre, der Wolf würde ohne Grund töten, erklärte Rakowski.

Eine 20-köpfige Gruppe startete am Sonntagnachmittag unter dem Motto "Mit Lupus durch die Märchen" vom Infozentrum aus zu einer Familienwanderung, mit Märchenexpertin und Schwarzwald Guide Brunhilde Volle. Im Mittelpunkt der rund drei Kilometer langen Tour standen die Wölfe, wo und wie diese in bekannten und unbekannten Märchen vorkommen. Ihren Abschluss nahm die Wanderung in der Waldhütte. Dort sorgte ein behagliches Feuer im Kaminofen für anheimelnde Erzählatmosphäre.

Mächtigen Spaß hatten Kinder ebenso wie ihre Eltern oder Großeltern beim Basteln von ganzen Wolfsrudeln aus Pappkarton. Die Aktion wurde angeleitet von Patrick Lehmann, Student der Waldwirtschaft und ehemaliger Absolvent eines Freiwilligen Ökologischen Jahrs im Infozentrum.

Seit gestern und noch bis zum 29. November ist das Infozentrum geschlossen. Die neue Sonderausstellung wird sich um Waldinsekten drehen. Die lebensgroßen Modelle sollen die Welt der Insekten für Kinder und Erwachsene erlebbar machen. Ausstellungseröffnung ist am 30. November. Auch dazu erarbeitet das Team des Infozentrums wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm und für Schulklassen.

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