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Weihnachtsbäume auf Umwegen unterwegs nach Berlin
Weihnachtsbäume auf Umwegen unterwegs nach Berlin
08.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack Weisenbach - Die Weisenbacher Weihnachtsbäume müssen auf Umwegen nach Berlin auf die Reise gehen - der Grund: die Bundesstraße 462 wird vom 22. bis 26. November gesperrt. Die Murgtalgemeinde liefert zwei Weißtannen in die Bundeshauptstadt: eine mit 14 Metern Länge für die Landesvertretung Baden-Württemberg und eine mit zwölf Metern für den Dienstsitz der Polizeipräsidentin (das BT berichtete). Doch genau am vorgesehenen Wochenende wird das letzte Teilstück der B 462 bei Gernsbach asphaltiert.

"Von Donnerstag, 22. November, 21 Uhr, bis Montag, 26. November, 5 Uhr, wird die B 462 zwischen dem Tunnelausgang Gernsbach und dem Bahnübergang Talstraße voll gesperrt", berichtet Uwe Herzel, Pressesprecher des Regierungspräsidiums Karlsruhe, auf BT-Anfrage. Und: Der Termin kann laut Herzel nicht verschoben werden. Das Risiko von witterungsbedingen Ausfällen sei zu groß, ganz abgesehen von den entstehenden Kosten. Zudem seien Maschinen und Personal für den Asphalteinbau bereits eingeplant.

Die beiden Weihnachtsbäume starten deshalb auf einer anderen Route in Richtung Bundeshauptstadt. Es geht talaufwärts bis nach Raumünzach, über die L 83 zur Schwarzenbach-Talsperre, weiter zur B 500 und über diese dann abwärts Richtung Baden-Baden und Rastatt.

Transport ein "kleines Mammutprojekt" Die Route ist auch Ausweichstrecke für den Schwerlastverkehr, da dürfte der Weihnachtsbaumtransport kein Problem darstellen, gibt sich Herzel zuversichtlich.

Der Transport der Bäume ist ein "kleines Mammutprojekt", erläutert Steffen Hoffmann, der stellvertretende Landessprecher des Technischen Hilfswerks Baden-Württemberg. Aber: "Der Transport wird stattfinden", bekräftigt er. Am Samstag, 24. November, werden die Bäume im Weisenbacher Wald gefällt und verladen.

"Sie stehen einzeln, so dass sie für die Fahrzeuge auch erreichbar sind", verrät Weisenbachs Hauptamtsleiter Walter Wörner. Die Bäume werden mit einem Autokran fixiert, abgesägt und vorsichtig verladen, damit keine Äste abbrechen. Die Äste werden verzurrt, damit die Fuhre nicht zu breit wird. Problematisch sei eben die Breite des Transports mit etwa drei Metern, da bleibe nur der Umweg über die Schwarzwaldhochstraße übrig. Etwas verwundert zeigt sich Hoffmann über die aktuelle Entwicklung, schließlich sei der Schwertransport und dessen ursprüngliche Route auf der B 462 talabwärts vom Regierungspräsidium genehmigt gewesen.

Für das Fällen und Verladen kalkuliert das THW den ganzen Samstag, danach geht es nach Rastatt. Von dort aus fährt der Trupp am Sonntagmorgen, 25. November, weiter nach Berlin. Die Ankunft ist für 18 Uhr geplant. Dann soll vor der Landesvertretung der Baum gestellt werden, der Baum für die Polizeipräsidentin folgt am Montag.

Zwei Tieflader transportieren die beiden Tannen, ein weiterer die Weihnachtshütten aus dem Murgtal, macht Hoffmann die Dimension deutlich. 23 Mann sind mit dabei, drei weitere Fahrzeuge begleiten den Transport. Die THW-Angehörigen kommen aus Rastatt, Karlsruhe, Schopfheim, Trossingen, Biberach und Backnang. Zum 18. Mal übernimmt das THW den Transport der Weihnachtsbäume aus Baden-Württemberg nach Berlin. Hoffmann bezeichnet es als eine Art Übung für die Beteiligten, die dafür extra eine Woche Urlaub nehmen. Eine Anekdote erzählt Hoffmann zum Abschluss: Die beim Stellen anfallenden Baumscheiben von den Weißtannen und das Sägemehl seien bei den Berlinern sehr beliebt, "weil es so gut riecht".

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