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Marktsituation etwas schwächer
Marktsituation etwas schwächer
10.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach - Der Markt für metallisierte Papiere ist seit einigen Monaten rückläufig. Das hat bei Glatfelter in Gernsbach dazu geführt, dass die Geschäftsführung in diesem Segment das Schichtsystem anpassen musste. "Wir können unsere Kapazität 2018 und auch 2019 nicht auslasten", erklärte Martin Rapp gestern im BT-Gespräch. Der Geschäftsführer der Papierfabrik betonte aber, dass es deshalb zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen werde. Auch Gerüchte, der Produktionszweig werde an den britischen Glatfelter-Standort Caerphilly in Wales verlagert, wies er zurück: "Das sind nur Gerüchte."

Der Standort sei nach wie vor gut aufgestellt, versicherte Rapp. Der Bereich metallisierte Papiere (dabei handelt es sich um Papiere oder Kunststoff-Folien, die im Rahmen eines sogenannten Vakuum-Bedampfungsverfahrens auf einer Seite mit einer feinen Metall-/ Alu-Schicht veredelt werden) umfasse in Gernsbach circa 60 Stellen. Zwischen elf und 14 Arbeitsplätze fallen nun aufgrund der Umstrukturierung des Schichtsystems von fünf auf drei Schichten weg.

Man habe diesbezüglich aber vorgesorgt und seit einiger Zeit andere Stellen bewusst offen gehalten, erläuterte der Geschäftsführer die Unternehmensphilosophie, die Mitarbeiter am Standort halten zu wollen und zu können. So sei man in der Lage, sie durch Umschulung und Weiterbildung in andere Produktionsbereiche zu versetzen. Zudem habe man bei einigen Betroffenen Vorruhestandsregelungen vereinbaren können.

Zu den Gerüchten um eine etwaige Verlagerung sagte Rapp, dass es zwischen den Standorten Gernsbach und Caerphilly schon immer einen Produktaustausch gegeben habe. Das diene in erster Linie dazu, Kunden besser bedienen zu können und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu optimieren. Zudem profitiere das jeweilige Werk von dieser engen Kooperation innerhalb des Konzerns. "Das war schon immer so", erklärte Rapp und verwies auf den Standort Scaer in Frankreich, mit dem dies auch betrieben werde.

Mittel- und langfristig positiv werde sich laut Rapp für den Standort Gernsbach auch die Entscheidung des Konzerns auswirken, sich vom Bereich Spezialpapiere zu trennen. Den Verkauf der "Specialty Papers", in dem die Druckpapier-Geschäfte des Unternehmens zusammengefasst sind, an die private Investmentgesellschaft Lindsay Goldberg (New York) für einen Gesamtverkaufspreis von 360 Millionen US-Dollar hatte der Glatfelter-Hauptsitz in York (USA) im vergangenen August bekanntgegeben. Man wolle sich auf die ertragsstärkeren Geschäftsbereiche "Composite Fibers " und "Advanced Airlaid Materials" konzentrieren. Diese umfassen unter anderem Filterpapiere, metallisierte Papiere, Dekorpapiere und Airlaid-Produkte wie Servietten und Tischdeckenrollen.

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