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"Klares Bekenntnis zum Standort"
16.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - "Ein klares Bekenntnis zum Standort Gaggenau. Deutlicher kann man es nicht sagen", betonte Nina Zwiebelhofer. Gestern Nachmittag war offizieller Baubeginn für die KM Academy. Und die geschäftsführende Gesellschafterin von König Metall sieht das Vorhaben und die spätere Nutzung als ein wesentliches Element, um das Familienunternehmen erfolgreich in die Zukunft führen zu können.

Die König-Metall-Gruppe verarbeitet an sieben Standorten weltweit Bleche und Rohre für die Metall- und Elektroindustrie, Automobil-, Schalldämpfer- und Airbag-Industrie, für den Maschinenbau und diverse andere Branchen. Am Stammsitz in Gaggenau-Bad Rotenfels sind rund 700 Menschen beschäftigt. Im Herbst 2019 soll das Bauvorhaben fertig sein. Wie hoch die Investitionssumme sein wird, darüber wollte sich das Unternehmen nicht äußern, aber als Investition in die Zukunft sei das Vorhaben zu sehen. Im April soll das Erdgeschoss fertig sein, dort wird die Werkstatt für die Auszubildenden untergebracht mit neuem Maschinenpark, transparentem Schulungsraum, Sozial- und Technikräumen sowie Logistikempfang.

Im ersten Obergeschoss sollen die Logistik- und IT-Abteilung ihr Domizil finden. "Think Tank mit Sichtbeziehung zur Ausbildungswerkstatt und multifunktionalem Kreativraum für Schulungszwecke" heißt es im Firmenjargon. Im zweiten Obergeschoss wird eine "multifunktionale Business-Lounge" entstehen als Mischung aus Kantine und Flächen für interne Meetings sowie Kunden- und Lieferantenbesuche mit angegliederter Dachterrasse. Die neue Kantine ersetzt die bislang innerbetrieblich vorhandenen zwei Speiseräumlichkeiten.

Auch die

Logistik im Blick

Der Blick auf Gründächer soll die Kreativität und Rekreation begünstigen. Als deutlich sichtbares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens soll die Academy auch von der B 462 aus wahrgenommen werden können.

Mit dem Neubau trage das Unternehmen dem Fachkräftemangel Rechnung, erläuterte Geschäftsführer Hans-Jörg Leuze. Mehr qualifizierte Mitarbeiter, weniger einfache Helfer lautet die Devise. Wobei die Qualifikation der Mitarbeiter möglichst im eigenen Hause erfolgen soll. Dies erhöhe auch die Bindung und die Identifikation mit dem Unternehmen,

Die Ausbildung sei bislang bereits erfolgreich gewesen, aber das Unternehmen brauche noch mehr qualifizierte Mitarbeiter, ergänzte Nina Zwiebelhofer. 37 Lehrlinge beschäftigt König Metall derzeit, im nächsten Herbst sollen 20 dazukommen. Die Lehrwerkstatt ist auf eine Kapazität von 70 Leuten ausgelegt. Das bedeutet, dass die Zahl der Auszubildenden auf rund das Doppelte ansteigen soll.

Um die Nachwuchskräfte kümmern sich je ein Ausbildungsmeister für die technischen sowie die kaufmännischen Berufe und außerdem qualifizierte Ausbildungsbeauftragte in allen Fachabteilungen. Nach eigenem Bekunden bildet König Metall nach Bedarf aus. Übernahmechancen nach der Lehre sind also vorhanden.

Berufsgruppen sind Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker, Zerspanungsmechaniker, Maschinen- und Anlagenführer. Künftig solle es auch Berufsausbildung geben für angehende Fachkräfte für Lagerlogistik und Kaufleute für Speditions- und Logistikdienstleistungen.

Großen Wert lege man auf eine Nutzung regenerativer Energien direkt im Gebäude. So wird zur Josef-König-Straße hin eine Photovoltaik-Fassade entstehen, die ebenfalls in Schindeloptik glänzen wird.

Die Baustelle selbst ist durchaus eine Herausforderung, ließ Architekt Manuel Luft durchblicken. So verläuft direkt daneben die Hauptzufahrt für Lieferanten. Die Baustelle ist eingezwängt zwischen Zufahrtsstraße, Murgvorland und städtischen Flächen. Das Genehmigungsverfahren sei nicht einfach gewesen.

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