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Zweierlei Bilanz für den Reichentaler Forst
Zweierlei Bilanz für den Reichentaler Forst
19.11.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (vgk) - Den jährlichen Waldbericht stellten am Freitagabend die Revierleiter Dietmar Wetzel und Thomas Schlaich dem Ortschaftsrat Reichental vor. Gemessen an der Gesamtfläche des Gernsbacher Stadtwalds stellt der Forst auf der Gemarkung Reichental den größten Anteil. Der diesjährige Einnahmenüberschuss wird mit 235 000 Euro angegeben.





Der erste geplante Hieb für 2018 mit 2 200 Festmeter lief noch in normalen Bahnen, erläuterte Revierleiter Wetzel. Danach machte sich der Borkenkäfer in Wetzels 375 Hektar großem Revier breit. Rund 447 Festmeter Käferholz trüben die Bilanz, ebenso die einbrechenden Holzpreise. Gute Gründe, wie Wetzel erläuterte, den Holzeinschlag von insgesamt geplanten 3 900 Festmetern zu verschieben und sich dem Käfer- sowie Sturmholz zu widmen.

Dennoch lag die Holzernte mit insgesamt 3 600 Festmetern nur leicht unter dem Plan. Ebenso Teil der Planungen waren Maßnahmen zur Wegunterhaltung, Jungbestandspflege, das Offenhalten der Aussichtspunkte in Richtung Kaltenbronn sowie Kontrollgänge auf den Premiumwanderwegen.

Relative Ruhe herrsche beim Verbiss-Schutz. Als Grund nannte Wetzel die erfolgreiche Arbeit der neuen Jagdpächter.

In der Hoffnung auf ein nasses und kaltes Frühjahr rechnet der Forst 2019 mit einem regulären Einschlag von 3 900 Festmetern Holz und 250 Festmetern Käferholz.

Jungbestandspflege (zehn Hektar), Verbiss-Schutz und Auerhuhnhabitats-Pflege (Förderung vorausgesetzt) stehen ebenfalls wieder auf dem Programm. Benötigt werden dafür rund 350 Euro pro Hektar Waldfläche.

Nach wie vor sorgen der Wolf und wolfsichere Einzäunungen von Herden für Gesprächsstoff. Diesbezügliche Gespräche haben einen tragfähigen Kompromiss zwischen Forst und Tierhaltern zum Ziel. Weidezäune verschieben sich immer weiter in den Wald, was die Arbeit der Forstleute erschwert, war zu hören.

Revierleiter Thomas Schlaich informiere über die zweite Hälfte des Reichentaler Walds in Richtung Lautenbach. Weder die Stürme Burglind und Friederike noch der Borkenkäfer nahmen Einfluss auf das dortige Geschehen. Zum Einschlag standen 2 500 Festmeter Holz an, jedoch beschränkte man sich auf 1 700 Festmeter im Bereich Hardbergweg. Im Vergleich zu anderen Waldgebieten waren 23 Festmeter Käferholz vergleichsweise wenig.

An der L 76 b finden beim Strutbergfelsen, im Vorgriff auf die um ein Jahr verschobenen Straßensanierungsarbeiten, derzeit Sicherungsmaßnahmen statt. Sie werden noch rund zwei Wochen andauern, informierte Schlaich. Sicherungshiebe wurden bei der Fatima-Kapelle durchgeführt. Die Jungbestandspflege erfolgte auf einer Fläche von 2,4 Hektar. Als abgeschlossen gilt jetzt die Pflege der Lothar-Sturmfläche. Verbiss-Schutz sowie Wegeunterhaltung und -bau waren weitere Schwerpunkte. 650 Tonnen Splitt wurden in den Wegen verbaut.

Die Holzerntemenge für 2019 wird mit 3 200 Festmetern angegeben. Außerdem sind wieder Fällungen im oberen Bereich der L 76 b geplant. Noch acht Reichentaler kommen in den nicht vererbbaren Genuss des Bürgernutzens, dem kostenlosen Bezug von Brennholz.

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