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122 Wohnungen am Scheuerner Südhang
122 Wohnungen am Scheuerner Südhang
20.11.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (stj) - Die Bagger rollen schon seit einer Woche. Viel Erdbewegung hat seither auf dem ehemaligen Schwesternheim-Areal in Scheuern stattgefunden. Nach vielen Jahren des quälenden Stillstands haben die Bauarbeiten auf dem rund 15 000 Quadratmeter großen Grundstück nun auch offiziell Fahrt aufgenommen. Bürgermeister Julian Christ sprach gestern beim Spatenstich von "Nachverdichtung im besten Sinne": Elf Mehrfamilienwohnhäuser mit 122 Wohneinheiten sollen am Scheuerner Südhang über der Murg entstehen.

In drei Jahren will der Investor Wohnbau Reisser GmbH die Entwicklung abgeschlossen haben, kündigte Geschäftsführer Wolfgang Reisser an; die ersten Wohnungen sollen in circa zwei Jahren bezugsfertig sein. "Zwischen den Häusern werden sich Kinder ungefährdet bewegen können, denn das Gelände wird autofrei gestaltet", betonte Reisser: Für die Fahrzeuge der Bewohner stehen Tiefgaragen bereit, von denen aus man per Aufzug bequem die Wohnungen erreichen kann. "Wir hoffen auf eine hohe Akzeptanz, gerade bei jungen Familien", verwies der Geschäftsführer auf die Zielgruppe, die nach Scheuern in den "Wohnpark am Sonnenrain" gelockt werden soll.

Die im Baugebiet "Vordere Fleischling" neu entstehende Straße wird Diakonissenweg heißen und soll damit an das ehemalige Schwesternheim, das sich einst dort befand, erinnern. "Wir begrüßen und unterstützen als Stadt dieses Projekt. Gernsbach braucht neue Wohnungen, um weiter attraktiv zu bleiben", erklärte Bürgermeister Christ, "gerade auch um jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, hier bleiben zu können und nicht in andere Städte wegziehen zu müssen." Sowohl die Wohnbau Reisser GmbH als auch die Vertreter der Stadt Gernsbach lobten die bisher reibungslose und zuverlässige Zusammenarbeit der Partner bei diesem Großprojekt für den Stadtteil Scheuern, von dem mittel- bis langfristig nicht zuletzt auch der örtliche Kindergarten und die Grundschule profitieren sollen.

Die einzelnen Häuser sollen nach Angaben von Verkaufsleiter Andreas Holzwarth nach bekannten Erhebungen und Ausflugszielen der näheren Umgebung benannt werden. Sie liegen eingebettet in einem parkähnlichen Grundstück und sollen Größenordnungen von zweieinhalb bis viereinhalb Zimmer haben, die jeweils mit Terrassen beziehungsweise Balkonen ausgestattet sein werden. Zur Wärmeerzeugung der gesamten Wohnanlage wird ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) eingebaut. Diese Art der Energieerzeugung zähle laut Holzwarth zu den alternativen Energien und sei hocheffizient: "Beim zusätzlichen Einsatz von Biogas ist der CO 2 -Ausstoß des Objekts kein Thema mehr." Zur optimalen Ergänzung des BHKW sollen die Dächer der Mehrfamilienhäuser mit Photovoltaikelementen belegt werden. Der Verkaufsstart der Wohnungen ist für Februar 2019 geplant.

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