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Hilfen im Haushalt: "Sturzprophylaxe statt Notfallknopf"
Hilfen im Haushalt: 'Sturzprophylaxe statt Notfallknopf'
22.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Insbesondere im Alter sind Menschen sturzgefährdet. Im Schnitt stürzt im eigenen Haushalt ein Drittel der über 65-Jährigen und die Hälfte der über 80-Jährigen einmal im Jahr. Diese Zahlen hat die Aktionsgemeinschaft "Weniger Stürze zuhause" ermittelt. Und eine Roadshow konzipiert, die gestern im Gemeindehaus St. Marien in Gaggenau Station machte.

Gedacht ist die Veranstaltung "Antisturztag" insbesondere zur Schulung der Wohnumfeldberater, von denen im Landkreis Rastatt 32 ehrenamtlich tätig sind, wie Marianne Fischer, Vorsitzende des Kreisseniorenrats Rastatt, erwähnte. Dem Einsatz ihres Stellvertreters Josef Elter war es zu verdanken, dass diese Roadshow in Gaggenau Station machte. Dieses Jahr war sie an 25 Stationen im Einsatz, meist in großen Städten und auf Messen, wie Thomas Appel, Geschäftsführer der Firma "Saljol", Initiator des Antisturztags, erklärt. Weitere Partner sind die Deutsche Seniorenliga sowie die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik (Alters- oder Alternswissenschaft).

"Sturzprophylaxe statt Notfallknopf", unter diesem Motto steht der Antisturztag. Laut Appel gibt es zu dieser Thematik zahlreiche wissenschaftliche Studien. Mit kleinen Mitteln kann man nach Auffassung der Initiatoren im Haushalt viel erreichen, um die Wohnung sturzsicherer zu machen. Auf einem Antisturzparcours gab es entsprechende Tipps und Geräte, angefangen vom Treppenlift über beidseitige Handläufe an allen Treppen, Sessel mit Aufsteh- und Hinsetzfunktion oder Wohnraumrollator als mobiler Handlauf. Wichtig sei es auch, Stolperfallen zu entfernen (Teppiche, Kabel oder Schwellen) und die Wege in den eigenen vier Wänden diesbezüglich zu überprüfen. Und auch ein Duschhocker kann eine wertvolle Hilfe sein.

Die Experten hatten verschiedene Ratschläge parat. So solle man sich nicht auf einem alten oder nicht so standfesten Tisch abstützen, da dieser dafür nicht geeignet ist. Mittels spezieller Brille, Kopfhörer und Gewichten am Körper wurde Teilnehmern vermittelt, wie die Bewegung nach einem Schlaganfall und halbseitiger Lähmung eingeschränkt ist. Zuvor einfache Bewegungen werden dann teilweise zur Qual. Deutlich wird dabei auch, wie wichtig beispielsweise beidseitige Handläufe an Treppen sind - wenn nur noch eine Hand einsatzfähig ist. Die schlechte Alternative: Die Treppe rückwärts hoch oder hinunter laufen.

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