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Wald kommt mit
Wald kommt mit
22.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Über ein außergewöhnliches Forstjahr 2018 berichtete Forst-Bezirksleiter Markus Krebs dem Forbacher Gemeinderat. Zu Beginn seien durch die Winterstürme Burglind und Friederike zwar 3 300 Festmeter Sturmholz angefallen, trotzdem sei der Forbacher Wald mit einem "blauen Auge" davongekommen. Für weitere Probleme haben die Trockenheit und der Borkenkäferbefall gesorgt. Trotzdem werde mit einem Überschuss von 440 000 Euro kalkuliert.

Geplant waren 375 000 Euro. Grund für den gesteigerten Erlös ist die höhere Ernte von rund 7 000 Festmetern, davon je etwa die Hälfte Käfer- und Sturmholz. Drei Generationen Borkenkäfer, Buchdrucker und Kupferstecher hätten den Wald strapaziert, so der Forstmann. Die vierte Generation überwintert und "wartet im nächsten Jahr auf uns". Ein Käferweibchen könne für mehr als 100 000 Nachkommen sorgen, erläuterte Krebs.

Für die Zukunft gelte es, die Waldstruktur zu ändern. Die Fichte als Flachwurzler und am häufigsten im Forbacher Wald wachsende Baumart (rund die Hälfte der Fläche) werde im Zuge des Klimawandels verlieren, die Tanne sei widerstandfähiger, so Krebs. Sie müsse bei der weiteren Entwicklung im Forst berücksichtigt werden. Bei der Naturverjüngung werde man die Tanne fördern, bei Anpflanzungen mehr auf Douglasien setzen.

Preisrückgang auf



dem Holzmarkt

Der Holzmarkt sei ein europaweites Thema, überregional gebe es ein massives Angebot an Sturm- und Käferholz mit einem Preisrückgang von bis zu 40 Prozent. Nach wie vor nachgefragt seien Eiche, Buche, Lärche und Douglasie. Die Brennholzversorgung der Bürger sei gesichert, 117 Kunden hatten 2018 1 420 Festmeter Holz gekauft.

Ein Ausblick auf 2019 gestalte sich als schwierig. Derzeit gebe es noch keine verlässlichen Lieferabschlüsse mit Sägewerken. Wie sich Wetter und Borkenkäfersituation entwickeln, das sei nicht vorhersehbar. Deshalb ist für 2019 mit 18 840 Festmetern ein geringerer Einschlag als üblich vorgesehen, ein Käferholzanteil bereits einkalkuliert. "Gute Forbacher Tannen" würden keine auf den Markt gebracht, wenn sie keiner haben wolle.

"Wir werden deutlich kleinere Brötchen backen müssen", erläuterte Krebs. Rund 1,1 Millionen Euro sind als Erlös für das Jahr 2019 kalkuliert, bei einem Überschuss von rund 160 000 Euro.

Der Forstdirektor informierte auch über die Reorganisation der Forstverwaltung nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs im Kartellrechtsstreit zur Forstverwaltung. Das Kreisforstamt bleibt beim Landratsamt und das Dienstleitungsangebot erhalten. Gebührenanpassungen werden erfolgen, ein neues Angebot sei für das Frühjahr 2019 vorgesehen. Bürgermeisterin und Gemeinderäte dankten den Förstern, Forstbediensteten und den Gemeinde-Forstwirten für deren Arbeit.

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