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Verdienste um historische und wissenschaftliche Dokumentationen
Verdienste um historische und wissenschaftliche Dokumentationen
24.11.2018 - 00:00 Uhr
Gaggenau (hap) - 50 Jahre Mitgliedschaft bei den Freien Demokraten, die laut der Laudatio des ehemaligen brandenburgischen Ministers für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. h.c. Hinrich Enderlein, manchmal sogar doppelt zählen würden, könne nur ein liberaler Geist überstehen. Dieser trägt den Namen Wolfgang Hempel und lebt in Gaggenau.

Der Ortsverband Gaggenau der FDP hatte anlässlich des 50-jährigen Jubiläums ihres Mitgliedes zu einer Feierstunde in das Gebetshaus Bad Rotenfels eingeladen. Zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung gefolgt, darunter der ehemalige Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst in der CDU- Landesregierung Baden-Württemberg, Klaus von Trotha.

Wie der Vorsitzende des Ortsverbands, Theo Gehrmann, schilderte, sei er wegen eines Vortrags von Wolfgang Hempel, der ihn sehr beeindruckt habe, in die FDP eingetreten. Für ihn sei er danach als Spiritus Rector immer sein lenkender Geist gewesen.

Bekannt wurde der inzwischen 87-Jährige durch seine Tätigkeit beim damaligen Südwestfunk in Baden-Baden. Sein Berufsweg führte ihn vom freien Mitarbeiter im historischen Archiv zum Leiter der von ihm aufgebauten Hauptabteilung Dokumentation und Archive. Dabei entwickelte Hempel den Beruf des wissenschaftlichen Dokumentars. Er gründete an der Fachhochschule Potsdam das Institut für Information und Dokumentation, wo heute die akademische Ausbildung für Dokumentare stattfindet. Daneben hatte er einen Lehrauftrag an der Universität Münster.

Die Ehrenurkunde wurde ihm von Enderlein überreicht. In seinem Rückblick auf viele gemeinsame Jahre in der Politik und der Tätigkeit als Rundfunkrat zählte der ehemalige Landtagsabgeordnete die unzähligen Aktivitäten des in einem riesigen Netzwerk umtriebigen Jubilars auf.

Nach der Ehrung hielt Professor Dr. Julius Schoeps von der Universität Potsdam den Festvortrag zu dem Thema "Die Vereinbarkeit des scheinbar Unvereinbaren" mit der Geschichtsschreibung der Sozialen Marktwirtschaft.

Darin schilderte er den Einfluss des jüdischen Soziologen und Nationalökonomen Franz Oppenheimer (1864 - 1943) auf den einstigen bundesdeutschen Wirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard. Oppenheimer war sein akademischer Lehrer und prägte als der Begründer der sozialen Marktwirtschaft offensichtlich Erhards Weltbild und nationalökonomische Sichtweise.

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