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"Das wird kein Impulsgeber für die Innenstadt"
'Das wird kein Impulsgeber für die Innenstadt'
26.11.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (red) - Die Gernsbacher CDU meldet sich zu den Äußerungen der Fraktion der Freien Bürger zum Thema Kaufkraftanreicherung für die Innenstadt in Folge des Pfleiderer-Areals zu Wort. Diese könnten so nicht stehenbleiben, schreiben die Christdemokraten in einer Pressemitteilung.

Die kommunalpolitische Diskussion um den von der SPD / FBVG-Mehrheit im Gemeinderat beschlossenen Bebauungsplan für das Pfleiderer-Areal geht weiter. Die FBVG hatte in einem umfangreichen Papier in der Bebauung mit Supermärkten einen Beitrag zur Erhaltung der Kaufkraft in Gernsbach festgestellt (BT vom Samstag). Diese Einschätzung wird laut Mitteilung von den Stadträten der CDU kritisiert.

Areal kein Stadtteil von Wolkenkuckucksheim

"Wer behauptet, mit Supermärkten auf verseuchtem Boden die Innenstadt zu stärken, hält das Pfleiderer-Areal wohl für einen Stadtteil von Wolkenkuckucksheim." Für Frauke Jung, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Gernsbacher Gemeinderat, hat die FBVG mit dem Statement zur Kaufkraftstärkung durch die Bebauung des Pfleiderer-Areals mit Supermärkten den Bezug zur Realität verloren. "Wer die ausschweifende Stellungnahme der Gemeinderäte der FBVG liest, muss sich fragen, ob es sich um das gleiche Vorhaben handelt", so der Vorwurf der CDU. Die FBVG hatte die Einkaufszentren auf dem Pfleiderer-Areal als "Chance für den Gernsbacher Einzelhandel" und als "zusätzliche Kundenfrequenz in der Innenstadt" beschrieben.

"Nichts von dem, was die FBVG-Stadträte behaupten, wird eintreten; Parkplatz plus Supermarkt ist Parkplatz plus Supermarkt und nicht der Herzschrittmacher der Innenstadt", so Dirk Preis, CDU-Vorsitzender. "Wenn uns die FBVG mit diesen Träumen von Frequenz und Umsatz die Betonierung des Pfleiderer-Areals schmackhaft machen will, dann verteidigt sie ihre Fehlabstimmung zugunsten der Supermärkte mit dem Bau von Luftschlössern."

Die Mehrheit im Gemeinderat aus SPD und FBVG hat sich für die halb gare Sanierung entschieden und versucht, den Verbleib von Gift im Gernsbacher Boden mit Kaufkraft und dem Abgabeverhalten von Lotto-Zetteln zu kaschieren, so die CDU Gernsbach weiter. "Die CDU steht nach wie vor für ein anderes Quartier-Konzept."

Aus CDU-Sicht ist es Fakt, dass mit der Entscheidung der Ratsmehrheit aus SPD/ FBVG nicht die Sanierung und Entgiftung im Mittelpunkt steht, sondern die Realisierung der Investorenpläne durch den Bau von Supermärkten. "Ob damit Gernsbacher Interessen wahrgenommen werden, soll jeder selbst entscheiden", erläutert Dirk Preis. "Aber das dann noch als Einkaufserlebnis zu verkaufen grenzt schon an politische Satire", so Stadtrat Stefan Eisenbarth. Er spricht sich nach wie vor für eine vollständige Entgiftung und ein anderes Nutzungskonzept aus.

Das von der FBVG beschriebene Szenario, dass Kunden von den auf Quecksilber gebauten Märkten überregional angezogen werden, um dann bis zum Eissalon zu schlendern, sei ein politischer Offenbarungseid, um die Fehlentscheidung nun als Zukunftsmodell aussehen zu lassen.

"Nur mit einem anderen Konzept wird das Quartier an der Murg attraktiv", wird Stefan Eisenbarth zitiert. "Betondeckel und Supermarkt ist davon das Gegenteil, da helfen auch ein paar Sträucher auf dem Papier des Bebaungsplans nicht", heißt es in der Mitteilung der Christdemokraten abschließend.

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