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Neue Führungsmannschaft mit Geldsorgen
Neue Führungsmannschaft mit Geldsorgen
26.11.2018 - 00:00 Uhr
Forbach (kv) - Nach sechs Jahren gibt Kai Mungenast das Amt des Forbacher Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbands aus beruflichen Gründen ab (das BT berichtete). In der Mitgliederversammlung am Freitag übergab er das Amt an seine einstimmig gewählte Nachfolgerin Sabine Reichl.

Deren Stellvertreter heißen zukünftig Daniel Brugger (auch Schatzmeister) und Monika Weber. Sabine Reichl wird zudem das Amt der Mitgliederbeauftragten übernehmen. Als Beisitzerin stellt sich weiterhin Jutta Gernsbeck zur Verfügung. Ordentliches Mitglied ist laut Satzung auch der Ehrenvorsitzende des Ortsverbands, Theo Schneider. Rechnungsprüfer werden Andreas Brucker und Kai Mungenast.

Die neue Vorsitzende dankte ihrem Vorgänger Mungenast und Monika Weber, die sechs Jahre lang als Kassiererin fungiert hatte, für treue und zuverlässige Arbeit. Bei der Verabschiedung verhindert waren Jessica Gerstner und Kevin Gerstner, sie geben aus beruflichen Gründen ebenfalls ihr Engagement in der Vorstandschaft auf.

Zuvor hatte Kai Mungenast in seinem Rechenschaftsbericht auch eine Bilanz über die wichtigsten Themenfelder gezogen. Von Schulentwicklung über Nationalpark, ÖPNV-Entwicklung, Krankenhaus, Wolfsheck und viele weitere Themen bis hin zu Internet und Telefonversorgung hatte die CDU Forbach in den vergangenen sechs Jahren Veranstaltungen organisiert, die die kommunalpolitische Arbeit auf eine breite Basis stellten. Dabei hat der Gemeindeverband sich offen für interkommunale Zusammenarbeit mit den CDU-Gemeindeverbänden im Landkreis Rastatt und auch Freudenstadt mit Baiersbronn gezeigt.

Trotzdem kämpfen die Forbacher Christdemokraten mit der Alterspyramide: "Wie können wir junge Menschen erreichen und begeistern?", fragte Mungenast in die überschaubare Runde der Mitglieder, die zur Versammlung gekommen waren. Er bemängelte, dass die CDU zwar mit sieben Gemeinderäten die stärkste Fraktion im Rat sei, aber nur die Fraktionsvorsitzende bekenne sich auch als Mitglied zur CDU. Ähnlich sei die Situation in den Ortschaftsräten, wo nur zwei Räte ordentliche Mitglieder Christdemokraten seien.

Die scheidende Schatzmeisterin Monika Weber führte aus, dass der Gemeindeverband große Geldsorgen habe: "Ich kann mir nicht vorstellen, wie wir den nächsten Wahlkampf finanzieren sollen." Der im Ortsteil verbleibende Anteil der Mitgliedsbeiträge und die Umlage der Mandatsträger führen zu keinem großen Handlungsspielraum.

Die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Katharina Loghin-Götz erläuterte, dass auch in anderen Gemeindeverbänden nach Lösungen für die angesprochenen Probleme gesucht werden würde. Auch sie dankte dem scheidenden Vorsitzenden für die vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten Jahre und wünschte der neuen Vorstandschaft für die kommende Kommunalwahl viel Erfolg, so dass für Forbach viel positiv bewegt werden könne.

Sabine Reichl berichtete als Vorsitzende der CDU-Fraktion aus der Arbeit im Gemeinderat: "Wir müssen mehr Profilschärfe entwickeln und die Notwendigkeiten für Forbach klar aufzeigen, das bedeutet auch, dass wir bei den Themen eine klare Meinung bilden." Sie umriss die Themen, die die Fraktion auch zukünftig beschäftigen werden und führte aus, dass die Kandidatensuche für die Kommunalwahl im Mai 2019 bereits voll angelaufen sei. Sie kündigte an, dass der Gemeindeverband 2019 weitere zugkräftige Neumitglieder in den Reihen begrüßen kann. Sobald die Mitgliedsformalitäten abgewickelt seien, würden Nachwahlen stattfinden, um die Arbeit der Vorstandschaft und der Mandatsträger im Gemeinderat und den Ortschaftsräten als auch im Kreistag auf eine breitere Basis zu stellen und noch mehr Kompetenzen zu bündeln.

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