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Preissteigerung "nach außen nicht mehr vertretbar"
Preissteigerung 'nach außen nicht mehr vertretbar'
29.11.2018 - 00:00 Uhr
Loffenau (stj) - Bei drei Gegenstimmen von den Freien Wählern hat der Loffenauer Gemeinderat den Auftrag für den Umbau des Regenüberlaufbeckens (RÜB) Igelbach erteilt. Kritik kam auch von den beiden anderen Fraktionen, die aber letztlich dafür stimmten, "auch wenn es wehtut", wie Helmut Möhrmann betonte.

"Aus unserer Sicht macht es keinen Sinn, noch mal zu verlängern", erklärte der Fraktionsvorsitzende von SPD und ALB die Entscheidung. Denn: Die Umsetzung der Maßnahme wird vom Landratsamt Rastatt kurzfristig gefordert. Aktuell laufe der Betrieb nur mit einer Ausnahmegenehmigung. Neben dem zeitlichen Druck mache die aktuelle Baupreisentwicklung wenig Hoffnung darauf, das Projekt in zwei Jahren günstiger realisieren zu können. Zudem sei nicht gesichert, dass die Gemeinde auch in zwei Jahren noch einen Zuschuss gewährt bekommt. Ein solcher ist in Höhe von rund 250 000 Euro bewilligt. Um diesen abrufen zu können, müsse man die Vergabe aber noch im Jahr 2018 beschließen, verwies Bürgermeister Markus Burger auf einen weiteren Aspekt.

"Die Entwicklung ist mehr als ärgerlich", blickte FWG-Fraktionsvorsitzender Reiner Singer auf den Projektverlauf zurück. Inzwischen habe sich die ursprünglich genannte Gesamtsumme für das RÜB mehr als verdoppelt. Das Volumen liegt aktuell bei 870 000 Euro; abzüglich des Zuschusses blieben noch rund 620 000 Euro von der Gemeinde zu tragen. "Eine wirklich sehr hohe Summe für Loffenau", betonte Burger, zumal es sich um Geld handele, das "wir später nirgendwo sehen".

13 Firmen kontaktiert, zwei geben Angebot ab

Für Singer sei es "schlicht nicht nachvollziehbar", dass die Gemeinde bei den Honorarleistungen für die Planung das komplette Risiko trage. Hätte man die Summe von Anfang an annähernd richtig kalkuliert, hätte die Gemeinde mit mehr Fördergeldern rechnen können, so Singer: "Geld, was uns jetzt fehlt." Von daher wäre es nur konsequent, wenn das Ingenieurbüro auch einen Teil der Mehrkosten tragen würde. Sein Fraktionskollege Roland Seeger nannte die Kostenexplosion "nach außen nicht mehr vertretbar".

Bertram Herb stimmte der Kritik zwar zu, war aber trotzdem für die Vergabe, weil "ich keine Verbesserung erwarte". Für den CDU-Chef sei es sinnvoll, mit dem beauftragten Unternehmen über eine Pauschale zu verhandeln. Dies sagte Burger zu, auch wenn eine solche keine Garantie gegen weitere Preissteigerungen sei.

Der Auftrag für den Umbau des RÜB ging letztlich an die günstigste Bieterfirma Reif aus Rastatt. Sie hatte als eine von nur zwei ein Angebot abgegeben - obwohl die Gemeinde nach der Aufhebung der ersten Ausschreibung im Zuge einer neuen, beschränkten Ausschreibung 13 Firmen kontaktiert hatte.

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