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Christentum unterhaltsam und ernst erfahren
Christentum unterhaltsam und ernst erfahren
29.11.2018 - 00:00 Uhr
Von Katharina Vogt

Forbach / Weisenbach - Missionare? Da denkt man an Nonnen und Mönche, die weit weg Naturvölker ans Christentum heranführen. Aber hier in der Region? Die fünf Missionare, die derzeit bei der Gemeindemission in der Seelsorgeeinheit (SE) Forbach-Weisenbach präsent sind, suchen den Kontakt zu den Menschen - egal ob getauft oder nicht, ob katholisch oder evangelisch.

Die Oblaten-Missionare leisten ihre Missionsarbeit in Europa. Ihr Anliegen ist es, Christus wieder in den Mittelpunkt zu rücken, die Menschen in ihrem Glauben zu bestärken und Religion im Alltag neu zu beleben. Glauben soll so nicht nur als Event im Sonntagsgottesdienst stattfinden, sondern eine selbstverständliche Grundlage in allen Lebenslagen bilden.

Pater Jens leitet die Mission, die mit dem örtlichen Vorbereitungsteam der katholischen SE über Monate vorbereitet wurde. "Wir möchten gerne Ansprechpartner für Menschen sein, die sich mit ihrem Glauben auseinandersetzen", erklärt der gebürtige Karlsruher. In seinem schwarzen, langen Ordenskleid und mit dem großen, schweren Messingkreuz um den Hals ist er, auch aufgrund seiner imposanten Größe, nicht zu übersehen.

Natürlich gibt es jede Menge Gottesdienste während der zehntägigen Mission, die am Mittwoch voriger Woche startete. Doch die fünf Missionare sind auch bei vielen anderen öffentlichen Veranstaltungen präsent. "Täglich 24 Stunden vor Ort" ist das interne Motto der Missionare, berichtet Pater Jens. Man konnte nicht nur bei der Bücherausstellung am Sonntag in Weisenbach oder dem Familiennachmittag am Samstag in Forbach locker mit den Padres plaudern. Sie kommen auch zu Hausbesuchen, nicht nur bei Kranken, sondern gerne auch zu Gesprächen oder für eine Beichte. Pater Jens und seine Mitbrüder freuen sich über jeden Kontakt.

Die Angebote an den ersten Tagen waren durchweg gut besucht. Sonntags waren die Kirchen deutlich voller als sonst. Auch die ökumenische Tauferneuerungsfeier kam gut an, die Pater Jens gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Margarete Eger abhielt. Die Missionare suchen neue Wege für den Glauben und auch zur Glaubensvermittlung. Dazu legt Pater Jens sein Ordenskleid ab und zeigt das "darunter": ein T-Shirt mit dem Symbol für "Glaube-Liebe-Hoffnung".

Oder Pater Felix - er hält seine Predigt nicht nur mitten unter den Kirchenbesuchern, sondern setzt dazu jedem ein "Krönchen" auf, "denn Christus hat dich zu einem König gemacht, darum gehe aufrecht durchs Leben". Der Eventcharakter täuscht nicht über die Ernsthaftigkeit in der Auseinandersetzung mit der Frohen Botschaft hinweg. Die Padres legen Finger in Wunden und auf Plattitüden, hinterfragen Konventionen und fordern zum Mitdenken auf.

Die beiden Jüngsten im Team der Oblaten sind Frater André (28) und Frater Patrick (27). Sie kümmern sich um den Kontakt zu den Jugendlichen, so bei einem Spielenachmittag in der Forbacher Sporthalle. "Gemeinsam sind wir stärker", da sind sich alle einig. Eine Stunde lang wurde viel gescherzt und gelacht. Am Ende reichten die Jugendlichen aus der Seelsorgeeinheit Frater André "auf Händen" durch die ganze Gruppe weiter.

So werden die Gemeindemissionare noch bei vielen Veranstaltungen dabei sein, beispielsweise heute, 20 Uhr, beim Stammtisch im Langenbrander "Ochsen" mit "Theologie vom Fass" und dem Thema "Was mich an der Kirche stört". Ein besonderes Erlebnis verspricht die "Nacht der Versöhnung" mit Familienchor und Band am Freitag, 19.30 Uhr, in der Forbacher Kirche zu werden. Täglich gibt es Themengottesdienste.

Das Programm steht im Internet unter: www.kath-

forbach-weisenbach.de

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